FDP spricht sich für den Abbruch des Seidenweberhauses aus

FDP-Krefeld

FDP spricht sich für den Abbruch des Seidenweberhauses, einen Neubau auf dem Theaterplatz für Verwaltung, Einzelhandel und Wohnen sowie die Fortführung der Sanierung des Stadthauses aus.

Die FDP-Fraktion hat sich in einer erweiterten Fraktionssitzung mit der Zukunft des Seidenweberhauses, des Theaterplatzes und des Seidenweberhauses beschäftigt und dabei ihre Positionen für die anstehenden Beratungen im Planungs- und Bauausschuss sowie in der Bezirksvertretung Mitte beschlossen.

Danach spricht sich die FDP dafür aus, das Angebot des Landschaftsverbandes Rheinland, das Benehmensverfahren in Sachen des „Eiermann-Baus“ am Konrad-Adenauer-Platz zu verdichten, um in absehbarer Zeit zu einer Benehmenserteilung zu kommen, aufzugreifen. „Dazu gehört auch, dass man sich abschließend über die noch offenen Fragen einigt, und dass auch Klarheit über die „Ewigkeitskosten“ erzielt wird, wenn das Seidenweberhaus stillgelegt würde“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

Die erweiterte FDP-Fraktion, der neben den Ratsmitgliedern auch die Bezirksverordneten angehören, hat sich weiterhin dafür ausgesprochen, dass das Seidenweberhaus auf dem Theaterplatz abgerissen wird und Platz machen soll für einen Neubau.“Im Gegensatz zur Verwaltung sprechen wir uns allerdings dagegen aus, einen solchen Neubau nur mit einer Nutzung zu belegen. Entsprechend dem Beispiel des neuen Forums Krefeld halten wir eine multifunktionelle Nutzung mit Einzelhandel, Dienstleistungen, Wohnen und ggf. auch Verwaltung für zielführend“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Fragezeichen ergeben sich für die FDP-Fraktion allerdings hinsichtlich der Sanierung des Stadthauses bzw. eines Neubauvorhabens:

„Bislang gibt es in der Haushaltsplanung für das Jahr 2019 und die folgenden Jahre keinerlei Etatisierung auch nur von Planungskosten, geschweige denn Investitionen. Sehenden Auges, ohne auch nur im Ansatz die Kosten einschätzen zu können, Grundsatzbeschlüsse zu fassen, fällt der Politik schwer. Am 6. Dezember einen Haushalt 2019 und eine mittelfristige Finanzplanung zu beschließen und dabei bereits einzukalkulieren, dass es im nächsten Jahr zu einem Nachtragshaushalt kommt, ist äußerst unbefriedigend. Wir fordern, dass die Verwaltung baldmöglich „Butter bei die Fische“ tut.“

Unabhängig davon, an welcher Stelle der Neubau einer Veranstaltungshalle mit oder ohne Einzelhandel, Wohnen und Dienstleistungen errichtet wird, geht die FDP-Fraktion davon aus, dass das Seidenweberhaus noch mindestens vier Jahre genutzt werden muss: „Ob dabei der Brandschutz und andere Bedenkenträger mitspielen werden, bleibt abzuwarten.“