Mathematikolympiade: Acht Krefelder für Landesrunde qualifiziert

Mathematik-Wettbewerb-Krefeld

Die Internationale Mathematikolympiade findet ständig neue Teilnehmer (der Wettbewerb in Brasilien 2017 hatte eine Beteiligung von 615 Schülern aus 111 Ländern). Zuvor nehmen in vielen Qualifikationsrunden zuerst in den Städten und dann im Land viele Schüler am Wettbewerb teil. So erreicht der Wettbewerb in NRW rund 16 000 Schüler, ohne Berücksichtigung des Grundschulwettbewerbs. In Krefeld nehmen bei den weiterführenden Schulen seit einigen Jahren rund 600 Schüler an der ersten Runde und stets über 100 (aktuell 123) an der zweiten Runde teil. Etwa 30 Lehrkräfte begleiten den Wettbewerb als Organisatoren und korrigieren die Arbeiten der ersten Runde und am Tag der Klausurrunde nach der Aufsicht. Regionalkoordinator für Krefeld ist Marcus Heinrich, Lehrer am Arndt-Gymnasium.

Seit zwölf Jahren fördert Krefeld im Förderwochenende seine Talente und kann durch die konstante Arbeit mittlerweile acht Teilnehmer zur Landesrunde vom 22. bis 24. Februar 2019 nach Düsseldorf schicken. Diese acht Qualifizierten aus Krefeld sind: Silja Emse, Ricarda-Huch-Gymnasium Klasse 5, Platz 1; Kevin Matyssek, Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, Klasse 6, Platz 1; Lucas Hesse, Marienschule, Klasse 6, Platz 2; Khang Nguyen, Marienschule, Klasse 6 Platz 3; Florian Arndt, Arndt-Gymnasium, Klasse 8, Platz 1; Daniel Emse, Ricarda-Huch-Gymnasium, Klasse 9 Platz 1; Matthias Lotze, Marienschule, Stufe Q1, Platz 1; Max Schweikart, Gymnasium Fabritianum, Stufe Q2, Platz 2.

Den Stadtsieg errang Daniel Emse. Er nahm bereits an verschiedenen landesweiten mathematischen Akademien und auch regelmäßig an der Landesrunde der Mathematikolympiade teil. Auf den Krefelder Mathematik-Wochenenden, die traditionell im Februar stattfinden, ist er seit seinem sechsten Schuljahr zu einem festen Bestandteil geworden. Als Unterstützung und Sponsoren für den Wettbewerb konnte die Stadt die Stadtwerke (SWK), die Bürgerstiftung und die Sparda-Bank West gewinnen. Außerdem hat die Evonik Stiftung die Mathematikolympiade unterstützt. Die bundesweite Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Mathematik-Olympiaden in Deutschland gibt es seit dem Schuljahr 1961/62, damals in der DDR. Ausgangspunkt waren die Internationalen Mathematik-Olympiaden, die 1959 erstmals in Rumänien stattfand. Es begann mit sieben teilnehmenden Ländern (aus dem sogenannten Ostblock). Es handelt sich heute um einen nahezu weltweiten Wettbewerb, der mehrstufig mit altersspezifischen Aufgaben abläuft. Die Stufen zwei bis vier werden als Klausurwettbewerbe durchgeführt. Die deutsche Mathematiker-Vereinigung e.V., MNU und Bildung und Begabung e.V. sehen beide Wettbewerbe gleichermaßen als wichtig und förderungswürdig an und unterstützen diese entsprechend.