Langjähriger SPD-Ratsherr Carlfriedrich Karg ist gestorben

Trauer-Krefeld

Der langjährige SPD-Ratsherr und einstige Vorsitzende des Kreisbeirates für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, Carlfriedrich Karg, ist im Alter von 86 Jahren gestorben, so teilt es die Stadt Krefeld in einer Meldung mit.

Der 1931 im sächsischen Leubnitz geborene Karg war bis zur Auflösung Ende 2005 auch der Kreisvorsitzende des Verbandes der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermissten-Angehörigen. Karg kam 1954 nach Krefeld. Ein sowjetisches Militärtribunal in Chemnitz verurteilte ihn 1951 wegen „antikommunistischer Agitation“. Anschließend kam er in ein „Arbeits- und Besserungslager“ an den Ural, wo er bis zu seiner Begnadigung 1953 inhaftiert blieb.

Karg wurde 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz und im Jahr 2000 mit dem Krefelder Stadtsiegel für seinen ehrenamtlichen Einsatz für Vertriebene und Flüchtlinge, die sächsische Landsmannschaft in Krefeld sowie seine kommunalpolitische Verdienste geehrt.