Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte Krefeld

Bundespräsident-goldenes-buch_Stadt Krefeld
Der Bundespräsident hat sich ins Goldene Buch der Stadt Krefeld eingetragen. Foto: Stadt Krefeld

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Stadt Krefeld besucht. Die Anwesenheit des deutschen Staatsoberhauptes in der Seidenstadt wurde mit regem Interesse in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Über 50 Kameraleute, Fotografen und Journalisten hatten sich im Vorfeld akkreditiert, um auf den verschiedenen Medienkanälen nicht nur regional, sondern sogar bundesweit über das Ereignis zu berichten.

Bei der Ankunft vor dem Krefelder Rathaus wurden Bundespräsident Steinmeier und seine Gattin Elke Büdenbender von Oberbürgermeister Frank Meyer nebst Ehefrau Katrin Meyer-Eberhardt und Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, empfangen und herzlich begrüßt.

Danach trug Bundespräsident Steinmeier sich in das Goldene Buch der Stadt Krefeld ein. Mit einem Werkstatt-Tag in der Alten Samtweberei startete im Anschluss die Veranstaltungsreihe „Demokratie ganz nah“, die der Bundespräsident zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes initiiert hat. Die Veranstaltung wurde von der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen organisiert.

„Vor einem Jahr war ich mir ziemlich sicher, dass es schwierig werden würde, alle Landeszentralen beziehungsweise den Landesbeauftragten und die Bundeszentrale für politische Bildung unter einen Hut zu bekommen. Heute stelle ich fest: Ich habe mich geirrt – und das mit großer Freude. Unser gemeinsamer Ideenwettbewerb zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes wurde heute hier in Krefeld greifbar: Politische Bildung ist so viel mehr als ihr Image“, sagte Bundespräsident Steinmeier bei seinem Rundgang.

Weitere Besuchsorte im Tagesverlauf standen im Zusammenhang mit dem Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“. Gemeinsam mit den örtlichen Bundestagsabgeordneten Otto Fricke, Kerstin Radomski, Ulle Schauws und Ansgar Heveling hat sich der Bundespräsident die von Ludwig Mies van der Rohe erbauten Häuser Lange und Esters angesehen, die von den Kunstmuseen Krefeld als Ausstellungsorte genutzt werden.

„Vielen ist nicht bekannt, dass Krefeld über herausragende Bauhaus-Architektur verfügt. Ich wünsche der Stadt Krefeld für die geplanten Ausstellungen viel Erfolg „, sagte der Bundespräsident, der die beiden von Ludwig Mies van der Rohe entworfenen Villen am Samstag in Augenschein nahm.

Vor der Ankunft des Bundespräsidenten hatten sich rund 150 Bürger an den beiden Villen versammelt, um das Staatsoberhaupt zu begrüßen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm sich Zeit, einige Krefelder zu begrüßen und mit ihnen kurz zu sprechen. Anschließend führte Museumsleiterin Katia Baudin den Bundespräsidenten und die Bundestagsabgeordneten durch das Haus Lange. In unmittelbarer Nachbarschaft besichtigte er außerdem die begehbare Skulptur „Pavillon“, die der Künstler Thomas Schütte auf Initiative des Vereins Projekt MIK im Krefelder Kaiserpark errichtet hat. Beide Orte sind wichtige Fixpunkte für das Bauhaus-Jubiläumsjahr.

„Dieser Tag wird sicher seinen festen Platz in den stadtgeschichtlichen Aufzeichnungen finden. Zum ersten Mal seit 36 Jahren ist wieder ein amtierender Bundespräsident in Krefeld und feiert hier den Auftakt einer bundesweiten Reihe zum Thema Demokratie. Für uns als Stadt ist der Besuch auch ein toller Startschuss für das Bauhaus-Jahr, das wir ab März gebührend feiern werden“, erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer.

Weiter ging es im Besuchsprogramm zum Kulturzentrum Fabrik Heeder, wo der Bundespräsident die Aktiven der NRW-Demokratiewerkstätten zu einem Empfang eingeladen hatte. Eine Podiumsdiskussion, die mit Wortbeiträgen aus dem Publikum endete, erörterte das Thema „Demokratie ganz nah – Wie gelingt aufsuchende politische Bildung“. Nach diesem abwechslungsreichen Programm klang der Besuch des Bundespräsidenten in Krefeld aus. Für viele Teilnehmer und Zaungäste wird er dank der freundlichen, geduldigen und den Bürgern zugewandten Art des Bundespräsidenten und seiner Ehefrau in sehr guter Erinnerung bleiben.