Seifenkistenrennen am 1. September wieder am Hülser Berg

So rollte man "anno dazumal" den Hülser Berg herunter. Die Rennen dort haben Tradition. Foto: Stadtarchiv Krefeld
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Ein Alpaka rast den Hülser Berg hinunter – wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchte, sollte am Sonntag, 1. September, einen Ausflug zum Krefelder Seifenkistenrennen einplanen. Mit dem flauschigen Andentier auf vier Rädern wagen sich Samira, Fabien und Canan jeweils einzeln auf die 500 Meter lange Rennstrecke.

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Unter Anleitung von Betreuerin Abira Chandran hat die Mädchengruppe im Freizeitzentrum Süd (FZ) ihre Alpaka-Kiste mit viel Engagement entwickelt und gebaut. Das Gefährt ist eine von 39 Seifenkisten, die mit insgesamt 70 Fahrern am Start sind – darunter auch Teilnehmer aus Krefelds Partnerstädten Venlo und Leicester. „Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse, der DEVK-Versicherungen und des Automobil-Clubs Verkehr (ACV) veranstalten wir das Seifenkistenrennen bereits zum 18. Mal“, berichtet Sonja Pommeranz, Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe.

Die Frühaufsteher unter den Besuchern können bereits ab 9.00 Uhr bei den Probeläufen zuschauen. Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnet das Rennen offiziell um 12.30 Uhr und gibt den Startschuss für die erste Kiste. Die Wertungsläufe sind dann ab 13.00 Uhr geplant. Ab ca. 16.00 Uhr werden die Sieger prämiert, „und es gibt Preise für alle“, erklärt Organisatorin Melanie Ungerechts vom Fachbereich Jugendhilfe. Essen und Getränke stellt wie gewohnt die Hülser Jugendeinrichtung Türmchen bereit. Neben dem Erlebnis des eigentlichen Rennens und der Atmosphäre im Fahrerlager bieten ein Ballonkünstler, ein Karikaturist, eine Rollbahn für die ganz Kleinen sowie verschiedene Bastelangebote beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Familienausflug.

Die Rennstrecke am Hülser Berg stellt Anforderungen an Lenkung und Bremsen. Deshalb gibt es vor dem Start eine technische Abnahme der teilnehmenden Fahrzeuge. „Immerhin erreichen die schnellsten Kisten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern“, weiß Martin Gabriel, Leiter des FZ.

Mit seinem Team hat er im Vorfeld den Bau von vier Seifenkisten begleitet, am Tag vor dem Rennen die große Startrampe aufgebaut und sorgt dort während des gesamten Rennens für einen reibungslosen Ablauf. Als unverzichtbarer Helfer beim Seifenkistenrennen stellt der Motorsportclub St. Tönis auch in diesem Jahr das Equipment für die Zeitmessung und zwei erfahrene Moderatoren bereit, die das Rennen kommentieren. Neben der Geschwindigkeitswertung hat beim Krefelder Seifenkistenrennen traditionell die „Jux-Wertung“ einen hohen Stellenwert. Eine Jury bewertet die Teilnehmer unter den Gesichtspunkten „Originalität der Seifenkiste“ und „Aussehen der Fahrer“.

Die Organisatoren weisen darauf hin, dass Parkplätze nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen und empfehlen den Besuchern, mit dem Fahrrad, dem „Schluff“ oder mit dem Bus (Linie 060) zu kommen.

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