Vortragsreihe „Wissen tanken“: Der Magier der Spirale

Kunstmuseum-Krefeld-Kaiser-Wilhelm-Museum
Foto: Stadt Krefeld

In der Vortragsreihe „Wissen tanken“ der Freunde der Kunstmuseen Krefeld steht am Dienstag, 24. September, der Künstler Robert Rotar (1926-1999), der „Magier der Spirale“, im Mittelpunkt.

Die Kunsthistorikerin Dr. Ingrid Skiebe spricht um 19 Uhr im Kaiser-Wilhelm-Museum mit Museumsdirektorin Katia Baudin und Sammlungskustodin Dr. Magdalena Holzhey über „Rotars Leben und Werk im Dialog“. Skiebe hat ihren Mann Robert Rotar seit seinen künstlerischen Anfängen in den 1950er-Jahren begleitet und jüngst eine neue Publikation über sein Werk herausgegeben. Vor dem Gespräch sind die Besucher zu einer geführten Besichtigung der Werke eingeladen.

Rotar verfolgte zeitlebens konsequent seinen eigenwilligen radikalen Ansatz. Die Kunstmuseen Krefeld erhielten vor einigen Monaten eine großzügige Schenkung seiner Witwe: 18 großformatige Spiralzeichnungen bereichern nun den Sammlungsbestand der Kunst nach 1945 und werden aktuell in der Ausstellung „Von Albers bis Zukunft. Auf den Spuren des Bauhauses“ präsentiert.

Robert Rotar sah in der Spirale einen Schlüssel zum Verständnis der Welt. Die vermeintlich einfache Form wurde bei dem deutschen Maler und Konzeptkünstler zu einem komplexen Denkmodell, das er zum Mittelpunkt einer facettenreichen, verschlüsselten Bildersprache machte. Zeitgleich war Rotar als Kaufmann und Designer tätig und übernahm 1957 die erste Niederlassung der US-amerikanischen Firma Knoll International in Düsseldorf. Bis 1973 kümmerte sich Rotar für Knoll sehr erfolgreich um den Vertrieb von Design-Möbeln.

„Wissen tanken“ ist eine Vortragsreihe der Freunde der Kunstmuseen Krefeld, in der unterschiedliche, aktuelle und geschichtliche Aspekte aus Kunst, Design und Architektur in den Fokus gerückt werden. Der Eintritt kostet drei, ermäßigt 1,50 Euro. Für Mitglieder der Freunde der Kunstmuseen Krefeld ist der Eintritt kostenfrei.