Textilforscher kommen zu Krefelds größter internationalen Konferenz 2019

Museumsleiterin Dr. Annette Schieck erwartet 120 Wissenschaftler in Krefeld. Foto. Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Das weltweit wichtigste und größte Gremium für Wissenschaftler, die über historische Textilien forschen, trifft sich ab 7. Oktober in Krefeld: Das „Centre International d’Étude des Textiles Anciens“ (Cieta) wurde vor etwa 60 Jahren in Lyon gegründet. Zu der größten internationalen Konferenz in diesem Jahr in Krefeld haben sich rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angemeldet. „Es freut mich immer besonders, wenn wir Gäste aus aller Welt in unserer Stadt willkommen heißen dürfen. Nach einigen internationalen Sportereignissen können wir nun in der Kultur unsere Gastfreundschaft zeigen. Die hochkarätig besetzte Tagung in Krefeld beweist zudem einmal mehr die herausgehobene Bedeutung des Deutschen Textilmuseums in der einschlägigen Fachwelt“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer.

„Für unser Haus ist es eine große Ehre, diese Veranstaltung in Krefeld organisieren zu dürfen. Damit rücken wir das Museum und unsere Arbeit auf eine weltweit beachtete Plattform“, sagt Dr. Annette Schieck, Leiterin des Deutschen Textilmuseums Krefeld. Sie ist seit einigen Jahren Mitglied des Cieta-Vorstands, dem etwa 35 Personen von Museen und Institutionen unter anderem aus Paris, Wien, Mailand, New York, Bern, Los Angeles, Bosten, Lyon und London angehören. Schieck. Anlässlich der aktuellen Ausstellung im Deutschen Textilmuseums diskutieren die Teilnehmer über Farbe und Textil. „Das Themenspektrum ist diesmal breit angelegt. Ich bin auf die einzelnen Beiträge schon sehr gespannt“, so Schieck. Neben dem Vortragsprogramm werden die Teilnehmer auch die Stadt und die Region bei Exkursionen kennenlernen. „In Krefeld werden wir einen Stadtspaziergang machen und dabei das Haus der Seidenkultur, die Brauerei Wienges und die Manufaktur Rentmeister besuchen, einer der letzten hiesigen Textilhersteller“, berichtet die Museumsleiterin. Weitere Exkursionen gehen in den Kreis Aachen und nach Köln.

Teilnehmer unter anderem aus Japan, USA und Kanada

Dem „Centre International d’Étude des Textiles Anciens“ gehören rund 500 Wissenschaftler, Museumsdirektoren, Sammlungskuratoren und Professoren an. Die Mitglieder-Konferenzen finden alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt – zuletzt traf sich der Kreis 2017 in St. Petersburg in der Eremitage. Nach Krefeld kommen Teilnehmer unter anderem aus Japan, USA, Kanada, Russland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und der Schweiz sowie diversen europäischen Staaten. In den Zwischenjahren kommt der Vorstand für seine Sitzungen ebenfalls an wechselnden Orten zusammen, zuletzt 2018 in Lyon am Musée des Tissues. Dr. Annette Schieck vertritt in diesem Kreis nicht nur das Deutsche Textilmuseum Krefeld, sondern die deutschen Mitglieder des Verbandes. Die Tagung in Krefeld ist nichtöffentlich.