Marienschule ist die „erfolgreichste Schule im Schulsport“

Die Marienschule meldete 47 Mannschaften - so viel wie keine andere Schule. Auf dem Foto sind die Mädchen der WKII zu sehen, die im Fußball Stadtmeister wurden. Foto: Marienschule

Die Schüler der Marienschule können sich freuen: Sie haben durch ihre Erfolge in den Schulsport-Wettkämpfen den Titel „Erfolgreichste Schule im Schulsport“ verschafft.

Bürgermeisterin Gisela Klaer überreichte zusammen mit dem diesjährigen Schulsport-Botschafter Justin Aydin (Fußballspieler der U21-Gehörlosen-Nationalmannschaft) auf der Ehrung der erfolgreichsten Schulen und Mannschaften in der Glockenspitzhalle den Marienschülern den großen Pokal, den im vergangenen Jahr noch das Gymnasium am Moltkeplatz erhalten hatte. Gisela Klaer: „Ich gratuliere allen erfolgreichen Schülern ganz herzlich. Ihr habt tolle Leistungen erbracht und Krefeld auch außerhalb der Stadtgrenzen super vertreten.“ Seit genau 50 Jahren sind die Krefelder Schulen beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ dabei. Zum 28. Mal hat die Schulsportmeisterehrung nun stattgefunden, zum dritten Mal vor einem Spiel der HSG Krefeld in der Glockenspitzhalle.

Schulrätin Ann-Kathrin Kamber, Vorsitzende des Ausschusses für den Schulsport, interviewte im Anschluss Justin Aydin und erfuhr, dass der 17-Jährige gerade alles dafür tut, mit der U21 Gehörlosen-Nationalmannschaft erfolgreich zu sein und mit ihr die Europameisterschaft 2020 in Deutschland zu spielen. Bis zum Sommer war Justin Schüler der LVR Luise-Leven-Schule im Schulzentrum am Reepenweg in Krefeld-Hüls, die Wege zu seinen beiden Teams, der Gehörlosenmannschaft des GSV Düsseldorf und der A-Jugend des TSV Meerbusch, also relativ überschaubar. Mittlerweile besucht er aber ein Internat in Essen, nicht selten ist er daher erst in der Nacht zurück von einer der insgesamt vier Trainingseinheiten pro Woche. Dank einer Gebärdensprachen-Dolmetscherin konnten auch die zahlreichen Gehörlosen aus Hüls das Interview verfolgen.

Zehnmal gewannen die Marienschüler einen Wettbewerb, was jeweils drei Punkte bringt. 14-mal holten sie Silber (je zwei Punkte) und elfmal Bronze (jeweils einen Punkt). Das ergibt 69 Punkte – so viele wie keine andere Schule im vergangenen Schuljahr sammeln konnte. Besonders bemerkenswert: Die Schach-Mädchen (Wettkampfklasse I) wurden nicht nur Stadtmeister, sondern auch Zweiter in ganz NRW. Die Tennis-Jungen der Wettkampfklasse III wurden Stadtmeister, Bezirksmeister und im Regierungsbezirk Zweiter.

Dank an Lehrer, Betreuer und die Sparkasse

Klaer dankte auch den vielen Lehrern und Betreuern, die sich um die jungen Sportler gekümmert haben, und der Sparkasse. Sie machte es erneut möglich, dass die Schulsportmeister im großen Rahmen geehrt werden konnten, es Pokale und Siegershirts gab und Wettkampfveranstaltungen, die nicht im Rahmenprogramm des Landessportfestes der Schulen verankert sind, durchgeführt werden konnten. So war es möglich, die Fahrten zu den Landesmeisterschaften für Schach und Volleyball-Nachwuchsmannschaften zu finanzieren. „Wir engagieren uns in diesem Bereich nun seit 28 Jahren, eine tolle und vor allem stabile Partnerschaft. Alle erfolgreichen Schüler können zurecht stolz auf ihre Leistungen sein, sie treiben großen Sport“, sagte Siegfried Thomaßen, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Krefeld.

Fabritz landet auf Platz zwei

Das Gymnasium Fabritianum kommt durch zehn erste, elf zweite und zehn dritte Plätze mit 61 Punkten auf den zweiten Platz. Daneben durfte es sich über den Pokal für die beste Nachwuchsarbeit freuen, da es besonders viele Erfolge in den jüngeren Jahrgängen, der Wettkampfklasse IV, verzeichnen konnte. Die Fabritz-Rudererinnen (Wettkampfklasse II) holten derweil den größten Erfolg der Uerdinger Schule. Dabei ging der Vierer gleich bei zwei Rennen der NRW-Regatta an den Start, sowohl im Rennboot, als auch im Gigboot, und wurde jeweils Zweiter hinter dem Boot aus Minden. Das Rennboot durfte daher zum Bundesfinale nach Berlin und kam hier auf Rang neun. Aber auch die Leichtathleten (Mixed in der Wettkampfklasse IV: Stadtmeister und NRW-Vierter) und die Tennisjungen (Wettkampfklasse II: Regierungsbezirksmeisterschaft) sorgten für Furore.

Dritter Rang für das vera Beckers-Berufskolleg

Das gelang auch den Leichtathleten des Vera Beckers-Berufskollegs (Wettkampfklasse I). Sowohl die Jungen als auch die Mädchen wurden Stadtmeister, auf NRW-Ebene sprang dann Platz drei und fünf heraus. Ähnlich gut waren die Schwimmer der Wettkampfklasse. Nach dem Stadtmeistertitel wurden die Jungen NRW-Sechster, die Mädchen NRW-Siebter. Insgesamt errangen die Vera Beckers-Schüler Rang drei durch 13 Siege, sechs zweite und sieben dritte Plätze (58 Punkte). Für das Berufskolleg gab es zudem einen weiteren Pokal, denn keine andere Schule holte so viele Titel (13) wie das Vera Beckers.

Spontan hatte übrigens Ringerin Aline Focken für die Ehrung zugesagt und wurde prompt mit ins Programm bezogen. Sie zeichneten die Schüler des Vera Beckers-Berufskollegs aus und stand auch für Autogrammwünsche bereitwillig zur Verfügung. Nach der Ehrung verfolgten die Schüler das Spiel der HSG Krefeld gegen die SG BBM Bietigheim.