Schulen seit 50 Jahren im sportlichen Wettstreit

Die Marienschule meldete 47 Mannschaften - so viel wie keine andere Schule. Auf dem Foto sind die Mädchen der WKII zu sehen, die im Fußball Stadtmeister wurden. Foto: Marienschule

Seit 50 Jahren sind Krefelder Schulen bei den schulsportlichen Wettkämpfen „Jugend trainiert“ am Start. Seit 28 Jahren ehrt die Stadt ihre Schulsportmeister in einem feierlichen Rahmen, in diesem Jahr am Freitag, 15. November, in der Glockenspitzhalle. Die Ehrung beginnt um 18 Uhr, im Anschluss sind die Sportler zum Zweitliga-Spiel der HSG Krefeld gegen die SG BBM Bietigheim eingeladen.

Seit 28 Jahren als Partner an der Seite ist die Sparkasse Krefeld. Sie ermöglicht nicht nur die Ehrung, bei der es die begehrten Pokale und Siegershirts gibt, sondern auch die Durchführung von Wettkampfveranstaltungen, die nicht im Rahmenprogramm des Landessportfestes der Schulen verankert sind. So war es möglich, die Fahrten zu den Landesmeisterschaften für Schach und Volleyball-Nachwuchsmannschaften zu finanzieren.

„Die Faszination für den Wettbewerb ist ungebrochen, da es Schülern die Möglichkeit gibt, neben dem Wettkampfsystem der Vereine in ihrer Hauptsportart, sich in anderen Sportarten auszuprobieren. Zu den Hauptzielen des Wettbewerbs gehört, möglichst vielen Schülern Erfahrungen in Wettkampfsportarten zu vermitteln und Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude erfahrbar zu machen“, sagt Thomas Presch, Geschäftsführer des Ausschusses für den Schulsport. „Darüber hinaus hat ‚Jugend trainiert‘ das Ziel, Talente zu entdecken und dient als Sprungbrett vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Vereinssport.“

Im Schuljahr 2018/2019 beteiligten sich über 3000 Sportler in 303 Mannschaften. Das waren zwar 29 Teams weniger als im Schuljahr 2017/2018, jedoch sank auch die Zahl der weiterführenden Schulen in Krefeld von 28 auf 25. Jede Schule hat im vergangen Schuljahr durchschnittlich mehr als zwölf Mannschaften gemeldet. Das sind zwei mehr als noch vor fünf Jahren. Die Marienschule führt die Rangliste mit 47 Meldungen an, gefolgt vom Gymnasium Fabritianum und dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium mit je 37 Nennungen. Es gab 13 Mannschaften der Förderschulen, die an „Jugend trainiert für Paralympics“ teilgenommen haben, 69 Mannschaften für die Grundschulen und 117 Mannschaften, die außerhalb des Rahmenprogramms, unter anderem beim Eishockey-Sparkassen-Pokal oder der Ruderregatta des Crefelder Ruder-Clubs, gemeldet wurden. Große Beliebtheit erfährt der Wettbewerb derzeit in den Wettkampfklassen (WK) I (entspricht etwa der A-Jugend) und II (B-Jugend). Hier wurden steigende Zahlen verzeichnet. In den beiden jüngeren Altersklassen WK III (C-Jugend) und WK IV (D-Jugend) sind die Meldungen hingegen gesunken.

Einen Boom verzeichnete zuletzt der Basketball: Durch die Unterstützung der Abteilung des SC Bayer 05 Uerdingen gab es ein Plus von fünf Mannschaften auf insgesamt 25. Die Volkssportart Fußball hingegen hat nun bereits drei Jahre hintereinander Rückgänge verzeichnet, diesmal waren es fünf Meldungen weniger. Zwar sind die 58 Meldungen noch immer der Spitzenwert, aber Tennis mit 44 Starts rückt deutlich näher heran. Die Schulen konkurrieren nicht nur um den Gewinn jedes einzelnen Stadtmeisterstitels in den 16 angebotenen Sportarten, sondern sammeln auch Punkte für die Wertung „Erfolgreichste Schule“. Für den Sieg gibt es drei Punkte, für den zweiten Platz zwei Punkte und für den Bronzerang einen Punkt. In jeder weiteren Runde auf Bezirks-, Regierungsbezirks-, Landes- und Bundesebene kommen Zähler für die Endabrechnung dazu. Erstmals in diesem Jahr werden die drei erfolgreichsten Schulen erst am Abend der Ehrung bekannt gegeben.

Auf Platz 13 landete das Hannah-Arendt-Gymnasium. Es erreichte mit zwei Siegen und je einem zweiten und einem dritten Platz neun Gesamtpunkte. Besonders erfolgreich war die Tischtennismannschaft der Jungen in der WK II. Sie konnte neben dem Stadtmeistertitel auch die Bezirksrunde gewinnen und landete im Regierungsbezirk auf Rang drei. Ebenfalls zwei Titelgewinne, aber mit einer Bronzemedaille mehr, holte die Robert-Jungk-Gesamtschule mit Handball und Fußball zehn Gesamtpunkte. Kein Sieg, aber fünfmal Zweiter und dreimal Dritter ergibt 13 Zähler für die Gesamtschule Uerdingen. Auf Platz zehn landet die auf Volleyball spezialisierte Freie Waldorfschule. Alle vier Titelgewinne entspringen den Erfolgen in dieser Sportart. Zwei zusätzliche Vizetitel und drei dritte Plätze ergeben 19 Punkte. Einen Punkt mehr kann die Maria-Montessori-Gesamtschule mit zwei Erfolgen im Schwimmen und drei im Tennis erzielen. Fünf Punkte zusätzlich gab es für drei weitere Podiumsplätze – bedeutet Rang neun.