Krefelderin Erika Göbel wird 100

Die Krefelderin Erika Göbel vollendet am Montag, 3. Februar, ihr 100. Lebensjahr. Sie wurde als zweitälteste von neun Kindern in Ostpreußen geboren und erlebte eine friedliche Kindheit mit kalten Wintern von November bis März.

Auf dem elterlichen Bauernhof mussten alle Kinder mit anpacken, ihre Aufgabe war, die Mutter bei der Kinderpflege und in der Küche und im Haushalt zu unterstützen. Ihren ersten Ehemann, mit dem sie eine Tochter hatte, verlor Erika Göbel im Zweiten Weltkrieg. Mit der ganzen Familie flüchtete sie über die zugefrorene Ostsee mit dem Pferdewagen bis nach Wismar. Hier heiratete sie zum zweiten Mal und bekam zwei Söhne.

Wismar verließ Erika Göbel auf Wunsch ihres Ehemannes und flüchtete 1956 mit ihren drei Kindern mit dem Flugzeug von Berlin nach Hannover, während ihr Ehemann mit dem Zug nach Hannover kam. Gemeinsam ging es dann nach Bielefeld ins Durchgangslager und von da aus ein halbes Jahr später nach Krefeld. Hier lebte sie mit ihrem dritten Ehemann bis dieser 1975 verstarb.

Bis 2000 lebte sie in ihrer Drei-Zimmer-Wohnung in Linn. Seitdem wohnt die Jubilarin in Uerdingen bei ihrem Sohn. Zu Erika Göbels Familie gehören mittlerweile acht Enkelkinder, drei Urenkel und zwei Ururenkel. Sie hat immer für alle ein gutes Wort und gibt gerne. Ihren 100. Geburtstag feiert sie mit Gästen aus ganz Deutschland in einem Restaurant in Uerdingen. Für die Stadt Krefeld gratuliert Bürgermeisterin Gisela Klaer.