Museum Burg Linn sucht Exponate zur Krefelder Sportgeschichte

Die altehrwürdige Rheinlandhalle. Foto: Stadt Krefeld

Fürst Hermann Ludwig Heinrich Pückler-Muskau (1785-1871) ist heute den meisten Menschen nur noch wegen der nach ihm benannten Eiskreation bekannt. Der erfolgreiche Schriftsteller, Weltenbummler und vor allem geniale Parkgestalter hat auf einer Reise nach Großbritannien ein Wort kennengelernt, das er in die deutsche Sprache einführte: Sport.

Sport sei ebenso unübersetzbar wie Gentleman, schreibt Pückler im Oktober 1828. Die Bezeichnung etabliert sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert für unterschiedliche Formen der Leibesertüchtigung. In dieser Zeit gründen sich in Krefeld die ersten Sport-Vereine. Diese vielfältige Sportgeschichte soll nun anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Stadtsportbundes erstmals in einer Ausstellung des Museums Burg Linn thematisiert werden. Dafür sucht Kurator Dr. Christoph Dautermann noch Exponate, Dokumente, Fotos und Filmaufnahmen. Die Ausstellung soll im Spätherbst 2020 eröffnet werden.

„Bislang ist die Geschichte des Krefelder Sports nicht zusammenfassend bearbeitet worden“, sagt Dautermann. Es existieren zwar zahlreiche Festschriften und einzelne Bücher zu einigen Sparten, aber niemand habe sich bisher die Mühe gemacht, die Sportgeschichte in der Gesamtschau darzustellen. Damit möglichst viele Sparten in der Ausstellung abgedeckt werden, bittet das Museum Burg Linn die Bevölkerung, entsprechende Fotos, Plakate, Ausrüstungsgegenstände, Sportkleidung, Medaillen, Urkunden oder ähnlich geeignete Zeitdokumente als Leihgaben zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartner ist Christoph Dautermann.