Verwaltung stellt Schulentwicklungsplan vor: Schülerzahlen steigen

In der Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 21. Januar wird die Verwaltung den Entwurf zur Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung bis zum Schuljahr 2024/2025 für die städtischen Schulen der Sekundarstufe 1 einbringen. Hierin werden erwartete Schülerzahlentwicklungen, Verschiebungen zwischen den Schulformen und Auswirkungen auf die Kapazitäten der Schulen analysiert und daraus Vorschläge für schulorganisatorische Maßnahmen abgeleitet.

Die erwarteten Schülerzahlen beruhen auf einer Datenerhebung über den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, um Ungenauigkeiten durch eventuelle jährliche Schwankungen zu vermeiden. Berücksichtigt wurden neben den Daten aus der Einwohnermelde- und Zuwanderungs-Statistik das langjährige Mittel der „Übergangsquoten“ sowie das Schulwahlverhalten zwischen den drei in Krefeld verfügbaren allgemeinen Schulformen: 42 Prozent Gymnasien, 42 Prozent Gesamtschulen, 16 Prozent Realschulen. Die Erhebung geht davon aus, dass die Schulen in nicht städtischer Trägerschaft die gleiche Anzahl von Klassen wie in der Vergangenheit bilden und wie bisher gewählt werden.

Höherer Bedarf an Eingangsklassen

Zu den wesentlichen Erkenntnissen gehören ein einmalig höherer Bedarf an Eingangsklassen (Klasse 5) zum im Sommer startenden Schuljahr 2020/2021. Danach werden etwa gleichbleibende Schülerzahlen bis 2024 prognostiziert. Einen starken Anstieg der Zahlen ergibt die Auswertung für die Zeit ab 2025. Da dies wohl nur mit dem Bau einer weiteren Schule aufzufangen ist, muss auch dieser Gesichtspunkt schon jetzt berücksichtigt werden. Dazu schlägt die Verwaltung die Prüfung für den Bau einer weiteren Gesamtschule vor. Dies würde sich nach derzeitiger Erkenntnis voraussichtlich im Rahmen der Planung eines Neubaugebietes in Fischeln anbieten.

Daneben zeichnet sich in der Statistik ein dauerhafter Mehrbedarf an Klassen ab der Jahrgangsstufe 7 in den Real- und Gesamtschulen durch Schulformwechsel und Zuwanderung ab. Für die drei vorhandenen Realschulen schlägt die Verwaltung angesichts der jeweiligen baulichen Gegebenheiten und Raumsituation vor, an der Albert-Schweitzer-Schule eventuell einen Erweiterungsbau zu errichten, die Realschule Horkesgath um einen Zug (jährlich eine Eingangsklasse von derzeit fünf auf demnächst vier) zu reduzieren und die Freiherr-vom-Stein-Realschule unter Einbeziehung des frei werdenden Gebäudes der Josef-Hafels-Schule um einen Zug zu erhöhen (von vier auf fünf).

Erweiterung der Gesamtschulen

Bei den Gesamtschulen wurden neben den schon laufenden Baumaßnahmen (Uerdingen, Oppum und Hüls) und den Planungen für den Kaiserplatz auch für die Kurt-Tucholsky-Schule eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Erweiterung in Auftrag gegeben. Daneben wird für die Gesamtschule Uerdingen für die Einrichtung eines weiteren Zuges (von fünf auf sechs) der Ersatz von Pavillons am Lübecker Weg empfohlen sowie für den Kaiserplatz (weiterhin sechs Züge) ein zunächst befristeter Nebenstandort im Schulgebäude an der Rote-Kreuz-Straße. Die neun Gymnasien sind baulich in der Lage, die prognostizierten Schülerzahlen aufzunehmen, so dass hier keine baulichen Veränderungen erforderlich sind. Das Hannah-Arendt-Gymnasium wird nach dem Zusammenschluss der Innenstadtgymnasien zur Fünfzügigkeit vorgesehen, um für die Aufgaben der Inklusion und des Gemeinsamen Lernens und damit einher gehenden kleineren Klassen gerüstet zu sein.

Zu den geplanten Maßnahmen werden nach der Einbringung des Entwurfes die Schulen und umliegenden Schulträger angehört. Gegebenenfalls wird der Entwurf dann überarbeitet und der Politik erneut vorgelegt, die dann voraussichtlich im Mai mit einem entsprechenden Beschluss das weitere Vorgehen auf den Weg bringt. Dieses muss danach noch von der Bezirksregierung genehmigt werden.