Freilaufende Hunde reißen Rehkitz an den Niepkuhlen

Ein junges Reh. Foto: Congerdesign / Pixabay

Beamte der Polizei Krefeld mussten am Montagmorgen an den Niepkuhlen in Traar ein Reh nach einem Hundeangriff erlösen. Der mutmaßliche Halter der Hunde hatte sich vom Tatort entfernt, konnte aber mittlerweile nach einigen Hinweisen aus der Bevölkerung ermittelt werden. Die Untere Jagbehörde der Stadt Krefeld steht im Kontakt mit ihm. Eine DNA-Analyse soll nun Aufschluss darüber geben, ob seine griechische Bracke tatsächlich zugebissen und die Verletzungen verursacht hat. Die Untersuchung wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Streuner“ bringen nicht nur Rehe, sondern zum Beispiel auch Hasen und Kaninchen, die ihre Jungen zur Welt gebracht haben, sowie Enten, Fasane und andere Bodenbrüter in Panik. In diesem Zusammenhang ist es nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, Lebensstätten wildlebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Dazu zählt auch das Stören von Lebensbereichen wildlebender Tiere durch das Stöbern der Hunde. Aufgrund der aktuellen Brut- und Setzzeit der Wildtiere nehmen Polizei Krefeld und die Untere Jagdbehörde der Stadt Krefeld den jüngsten Vorfall zum Anlass, Hundehalter zu informieren. Sie bestreifen gemeinsam die städtischen Waldgebiete, machen die Hundehalter auf die Leinenpflicht abseits der Wege aufmerksam und informieren sie über die Konsequenzen bei Zuwiderhandlungen. Verstöße können zu empfindlichen Ordnungsstrafen oder sogar zu Strafanzeigen führen.