Martin Hyun kehrt auf das Eis der Rheinlandhalle zurück

Foto: privat
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Diese Rückkehr war für Martin Huyn ein besonderes Erlebnis: Hier in der Rheinlandhalle, wo der heute 41-Jährige die Kinder- und Jugendmannschaften des Krefelder EV durchlief und schließlich am 17. September 2004 gegen die Kölner Haie sein erstes DEL-Spiel bestritt, konnte er jetzt noch einmal in alten Erinnerungen schwelgen. Der erste Spieler mit koreanischen Wurzeln, der jemals ein DEL-Spiel bestritt, kehrte für Filmaufnahmen an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück, um für das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration an der Kampagne „IchDuWirNRW“ als Botschafter teilzunehmen.

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„Das Ministerium suchte nach sportlichen Vorbildern, die das Thema Integration repräsentieren. Ich bin eins davon, ein anderes ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler Gerald Asamoah. Wir wollen gemeinsam zeigen, dass Nordrhein-Westfalen ein buntes und vielfältiges Land ist, das sich durch die verschiedene Herkunft seiner Einwohner auszeichnet“, schildert Hyun. Mit dem Schalker Urgestein Asamoah wurde natürlich „auf Kohle“ in Gelsenkirchen gedreht, mit Hyun in der Rheinlandhalle und in der Yayla-Arena. Im Juni wird die Kampagne samt Film vorgestellt, der weitere Verlauf der Corona-Pandemie wird zeigen, in welcher Art.

Erinnerungen wurden wach

„Es war wirklich toll, dass die städtischen Mitarbeiter diesen Dreh trotz der aktuellen Lage möglich gemacht haben. Ich hatte natürlich Szenen meiner eigenen Karriere inklusive vieler Ehrenrunden vor Augen, aber auch den ‚Vilosa-Mann‘ oder die Striptease-Einlage von Kenny Brown zu Frank Sinatras ‚New York'“, berichtet Hyun, der nach der Saison 2004/2005 seine sportliche Karriere beendete und in der Folge einen beachtlichen beruflichen Werdegang einschlug. Unter anderem schrieb er zwei Bücher zum Thema Integration, war und ist in mehreren gesellschaftspolitischen Bereichen aktiv und agierte als sporttechnischer Leiter für den Bereich Eishockey und Sledge-Hockey der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

Nie der Heimat den Rücken gekehrt

Hyun lebt seit 2008 in Berlin, hat seiner Heimat aber nie den Rücken gekehrt. Seine Eltern, die 1970 und 1971 aus Südkorea nach Krefeld kamen, wohnen noch immer hier, gleichzeitig kümmert er sich mit seinem Verein „Hockey is Diversity“ unter anderem um die „Weihnachts-Überraschung“. Seit 16 Jahren beschenkt er dabei zusammen mit prominenten Krefelder Sportlern wie Aline Focken, Anne Poleska-Urban oder Daniel Pietta Kinder in der Kinderkrebsklinik des Helios-Krankenhauses.

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