Sieben-Tage-Inzidenz steigt am Wochenende auf 234

m Wochenende, Samstag und Sonntag, hat das Gesundheitsamt in Krefeld insgesamt 141 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl aller bisher bekannt gewordenen Corona-Infektionen in Krefeld liegt somit bei 9.972 (Stand: Sonntag, 0 Uhr). Am Samstag lag der Stand bei insgesamt 9.911 infizierten Personen, am Freitag bei 9.831. Als aktuell infiziert gelten somit 765 Personen (Samstag: 818, Freitag: 848). Genesen sind inzwischen nach einer Corona-Infektion 9.057 Personen, 224 neu seit der Meldung vom Freitag. 150 Personen sind bisher im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Krefeld verstorben.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, liegt somit bei 233,9, nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) diesen Wert für Krefeld am Samstag mit 231,7 und am Freitag mit 224,7 angegeben hatte.

Im Krankenhaus liegen nach einer Corona-Infektion aktuell 47 Personen aus Krefeld. Sieben dieser Patienten befinden sich auf der Intensivstation, fünf von ihnen werden beatmet. In Quarantäne haben sich bisher, freiwillig oder behördlich angeordnet, 30.304 Personen begeben. Seit Ausbruch der Pandemie sind 48.505 Erstabstriche vorgenommen worden, 815 davon sind noch offen.

KOD und Polizei kontrollieren Ausgangssperre

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Polizei haben bei ihren Einsätzen in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag die Einhaltung der Ausgangssperren kontrolliert. Generell seien an beiden Tagen nur wenige Personen im öffentlichen Stadtgebiet unterwegs gewesen, berichtet der KOD. Insgesamt 97 Bußgelder mussten in beiden Nächten durch KOD oder Polizei wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre verhängt werden. Jeweils 250 Euro sind in diesem Fall zu zahlen, da diese Personen keine gewichtigen Gründe zum Ausgang glaubhaft machen konnten. In Einzelfällen wurden auch Ermahnungen ausgesprochen. Weitere Personen, die im Stadtgebiet unterwegs waren, konnten gewichtige Gründe vortragen, die zum Ausgang berechtigen.

Illegale Party an der Mariannenstraße

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde außerdem um 0.30 Uhr eine Ruhestörung an der Mariannenstraße gemeldet. Zwei KOD-Dienstkräfte suchten daher die Örtlichkeit auf und ermahnten den 29-jährigen Wohnungsinhaber zur Ruhe, was dieser auch zusagte. Kurze Zeit später vernahmen die Dienstkräfte Lärm und Geschrei in der Wohnung und suchten diese ein weiteres Mal auf. Aufgrund der Geräuschentwicklung musste davon ausgegangen werden, dass sich dort mehr als die vom Wohnungsinhaber angegebenen Personen aufhielten. Dieser ließ eine Personalienfeststellung seiner Gäste allerdings nicht zu. Er bedrohte die KOD-Dienstkräfte letztlich mit einem Tafelmesser, welches er aus seiner Küche geholt hatte. Außerdem beleidigte er die Einsatzkräfte. Daraufhin wurde die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen, die den unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Mann überwältigte. Letztlich konnten von sieben Personen ¬- vornehmlich Jugendlichen und jungen Erwachsenen – die Personalien festgestellt werden. Mindestens eine Person floh über ein Fenster. Im gesamten Einsatzverlauf kam es aufgrund von Widerstandshandlungen zu drei Festnahmen. Eine Minderjährige wurde durch die Polizei an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Im Ergebnis erwarten den 29-jährigen Wohnungsinhaber nunmehr mehrere Strafverfahren wegen Widerstandes, Bedrohung und Beleidigung von Vollstreckungsbeamten. Als Gastgeber einer Party oder vergleichbaren Feier wird – aufgrund der aktuellen Coronaschutzbestimmungen – zudem ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig. Weitere Bußgelder wegen Verstoßes gegen die Nachtruhe oder jugendschutzrechtlicher Bestimmungen werden noch geprüft. Alle Gäste erwartet wegen der Teilnahme an einer Party oder vergleichbaren Feier ein Bußgeld in Höhe von jeweils 250 Euro. Die Polizei leitet außerdem gegen zwei weitere Personen ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein. Da Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren angetroffen wurden, wird das Jugendamt entsprechend unterrichtet.

Der Kommunale Ordnungsdienst kontrollierte auch, ob die Quarantänen eingehalten wurden: Bei 17 Personen nahm er solche Kontrollen am Freitag und Samstag vor. Alle Personen wurden zuhause angetroffen.