Traar: Nachhaltiger Lebensmittelversorger soll kommen

Plan der Fläche, für die es nun ein Bieterverfahren gibt. Foto: Stadt Krefeld

Die Stadt Krefeld hat ein Bieterverfahren für die städtische Fläche in der Nähe des Festplatzes Traar gestartet. Sie wird zurzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Dort soll demnächst ein Lebensmittelvollsortimenter die Versorgungssituation im Stadtteil und dem Umland in quantitativer und qualitativer Hinsicht optimieren. Es handelt sich um ein sogenanntes Konzeptvergabeverfahren: Es wird nicht nur das Grundstück von rund 8.000 Quadratmeter verkauft oder im Rahmen eines Erbbaurechtes langfristig vergeben, das Grundstücksgeschäft ist mit einer Reihe von qualitativen Aspekten und Anforderungen verknüpft und vertraglich gesichert.

Die zukünftige Nutzung der Entwicklungsfläche richtet sich nach dem rechtskräftigen Bebauungsplan Nummer 721 – Am Festplatz Traar. „Ziel ist, eine städtebaulich anspruchsvolle sowie klimaneutrale und nachhaltige Lösung mit einer gebietsverträglichen Nutzung für den Bereich Traar/Verberg zu realisieren“, schildert Peter Mertens, Leiter des Fachbereiches Finanzservice und städtisches Immobilien-/Flächenmanagement. Neben dem festgesetzten Maß der baulichen Nutzung sowie der überbaubaren Grundstücksfläche sind insbesondere die Verkaufsflächenobergrenze und die Sortimentsbegrenzung einzuhalten.

Maximale Verkaufsfläche 1.600 Quadratmeter

Die Ansiedlung des Lebensmittelvollsortimenters mit einem hochwertigen und im Hinblick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit innovativen Betreiberkonzept soll nördlich an den Festplatz mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1.600 Quadratmetern inklusive eines Backshops erfolgen. Als Lebensmittelvollsortimenter werden Einzelhandelsbetriebe der Nahversorgung mit einer großen Sortimentsbreite und -tiefe verstanden, die zudem üblicherweise über eine Frischetheke verfügen. Die Erschließung soll über die Moerser Landstraße erfolgen.

Ende des Bieterverfahrens: 15. Juli 2021

Das Ende des Bieterverfahrens ist zeitlich limitiert auf den 15. Juli 2021. „Danach wird die Verwaltung die eingegangenen Angebote unter mehreren Kriterien bewerten, um der Politik im zweiten Halbjahr einen Entscheidungsvorschlag zu unterbreiten“, schildert Mertens. Entscheidungskriterien sind architektonische Anforderungen (30 Prozent), Kaufpreis alternativ Erbpacht (30 Prozent), Nachhaltigkeit und Klimaschutz (20 Prozent), Städtebau und Freiraumgestaltung (15 Prozent) und Abgabeleistungen (fünf Prozent).