Krefeld erhält Anerkennung beim Bundespreis „Kooperative Stadt“

Foto: Stadt Krefeld / Archiv

Beim Bundespreis „Kooperative Stadt 2021″ hat Krefeld für vorbildliche Beispiele einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft eine Anerkennung erhalten, die während des 14. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik bekannt gemacht wurde.

Intelligente Nutzung des Erbbaurechts

Die Jury lobt an der Bewerbung aus Krefeld die intelligente Nutzung des Erbbaurechts im Sinne einer gemeinwohlorientierten Immobilien- und Quartiersentwicklung. In einem anderen Projekt erlaubt ein Nutzungsvertrag einer Initiative, im Testbetrieb eine Projektidee auszuprobieren, aus dem bei Erfolg eine kooperative Projektentwicklung entstehen kann. Solche neuen Verantwortungsgemeinschaften aus Stadtmachern und Öffentlicher Hand sieht die Jury als zukunftsweisend für eine kooperative Stadtentwicklung an. „Die Anerkennung zeigt, dass der Weg, den die Stadt Krefeld mit ihren kooperativen Ansätzen zur Einbeziehung der Bürgerschaft beschritten hat, zielführend im Sinne einer identitätsstiftenden Stadtquartiersentwicklung ist“, sagt Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung bei der Stadt Krefeld.

13 Kommunen erhalten Anerkennung

Eine Anerkennung erhielten neben Krefeld die Städte München, Frankfurt am Main, Wuppertal, Flensburg, Coburg und Swisttal für punktuelle, aber wegweisende Aktivitäten auf dem Weg zur „Kooperativen Stadt“. Prämiert wurden 13 Kommunen, die rechtliche, politische und institutionelle Instrumente etabliert haben, damit Vereine, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturelle Akteure besser an der Stadtentwicklung mitwirken können.

Der Bundespreis rückt dadurch das zivilgesellschaftliche Engagement in das Blickfeld der Öffentlichkeit und unterstreicht die Bedeutung kreativer Stadtmacher. Mit dem Bundespreis „Kooperative Stadt“, der im Mai 2021 erstmals vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vergeben wurde, hatte man sich bundesweit auf die Suche nach vorbildlichen Beispielen einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemacht. Die große Resonanz von über 80 Bewerbungen auf diesen Wettbewerb macht die Aktualität und Bedeutung der kooperativen Stadtentwicklung deutlich.