Millionen-Programm für moderne Krefelder Sportanlagen startet

(Von links) Carola Keßler, Schulleiterin Gymnasium Horkesgath, Jochen Adrian, Vorsitzender Stadtsportbund, Stadtdirektor Markus Schön und Klaus Kolauch, Vorsitzender des Vereins Spiel und Sport, mit dem Plan für die neue Bezirkssportanlage. Foto: Stadt Krefeld

Mit einer umfassenden Erneuerung der Bezirkssportanlage Horkesgath startet die Krefelder Stadtverwaltung in die Umsetzungsphase der Sportentwicklungsplanung. In den kommenden Jahren werden im Rahmen dieses Millionen-Programms unter dem Titel „Dem Sport in Krefeld eine Zukunft geben“ zur Stärkung des Vereins-, Schul- und Breitensports mehrere Anlagen in Krefeld saniert. In der Sportstadt Krefeld werden viele Bürger und zahlreiche Vereine von diesem Investitionspaket profitieren. Bei einem Ortstermin zum Baustart an der Horkesgath trafen sich jetzt die beteiligten Akteure: Stadtdirektor Markus Schön und Oliver Klostermann als Fachbereichsleiter Sport stellten gemeinsam mit Andreas Horster, Vorstand des Kommunalbetriebs Krefeld, und Jochen Adrian als kommissarischem Vorsitzendem des Stadtsportbundes die Planung vor. Zum Baustart waren als Nutzer auch der Verein Spiel und Sport 08 Krefeld (SuS) mit Vorstand Klaus Kolauch und Jugendleiter Frank Dahlschen sowie die beiden Leiterinnen des Schulzentrums, Carola Keßler (Gymnasium Horkesgath) und Ute Eißing-Schroers (Realschule Horkesgath) vertreten.

„Wir haben eine sehr gelungene Planung, jetzt rollen die Bagger“, sagte Stadtdirektor Markus Schön, in dessen Verantwortungsbereich in der Stadtverwaltung auch der Sport fällt. Die Vereinsmitglieder und die Schüler würden sich auf eine zeitgemäße Sportfläche freuen können, auf der es künftig einen Kunstrasenplatz statt eines Tennenplatzes und eine moderne Leichtathletikanlage geben werde. Der Sportplatz bekommt dazu Sprunggruben, Kugelstoßanlagen, eine Diskusanlage und die erste stadteigene Tartanbahn in Krefeld. Die erneuerte Bahn wird größer sein als die vorherige, die nur eine Rundenlänge von 380 Metern hatte. Mit 400 Metern Rundmaß verfügt die Tartanbahn künftig über Wettkampfmaß. Auch mehrere Kurzstreckenbahnen werden angelegt. „Das ist die erste Leichtathletikanlage des Typs C mit Tartanbahn in städtischem Besitz“, sagte Oliver Klostermann.

Markus Schön sprach seinen Dank an den Stadtsportbund für die Vorarbeiten im Rahmen des „Krefelder Sportdialogs“ und an den Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) für die Planung der Bauausführung aus. „Endlich können wir die ersten Früchte dessen sehen, was wir gesät haben“, freute sich der Stadtdirektor. Mit den Sanierungen der Sportanlagen Gladbacher Straße, Sprödentalplatz und Hubert-Houben-Kampfbahn solle die Sportentwicklungsplanung für die Freianlagen Krefelds in der nächsten Stufe erfolgen, kündigte Schön an.

Fertigstellung der Gesamtanlage Horkesgath für Mai 2022 geplant

Der Zeitplan für die Horkesgath wurde inzwischen fixiert: Nach den Abräumarbeiten startet der Neubau der Sportanlage. Drainagen werden dazu angelegt, durch die Rigolen versickert das Regenwasser, es gibt eine im Boden versenkbare Bewässerungsanlage für den Kunstrasenplatz und eine Beleuchtung mit moderner LED-Technik. Zwei bestehende Masten können wiederverwendet werden. Ab Oktober 2021 soll dann der Bau der Kunstrasenfläche erfolgen, die – ohne Verwendung von Kunststoffgranulat – mit Quarzsand verfüllt wird. Da der Ausbau der Tartanlaufbahn inklusive der Speerwurfanlage sowie der Anlage für Weit-, Drei- und Hochsprung stark wetter- und temperaturabhängig ist, werden diese Arbeiten je nach Wetterlage im Winter ruhen müssen, ehe dann im Zeitraum Februar/März 2022 mit diesen Arbeiten begonnen werden kann. Auch eine Boulebahn soll integriert werden, da Boule mittlerweile Trendsport ist und auch im Verein SuS Krefeld viele Anhänger hat. Die Fertigstellung der Gesamtanlage Horkesgath ist für Mai 2022 geplant.

Mit 1,8 Millionen Euro Kosten wird kalkuliert, 525.000 Euro stammen aus Fördergeldern des Bundes. Auf die Genehmigung dieser Fördergelder musste vor dem Baustart noch gewartet werden. „Wir wollen jeden Euro von Bund und Land nutzen“, sagte Markus Schön. Die Arbeiten werden vom Kommunalbetrieb Krefeld übernommen. „Es ist die erste Sportanlage, die wir umbauen dürfen“, sagte KBK-Vorstand Andreas Horster, der mit seinen Kollegen auch die weiteren Arbeitsschritte skizzierte. In einem nächsten Schritt soll an der Sportanlage Horkesgath auch eine Verbesserung der Gebäudesituation erreicht werden. Der Bau des neuen Funktionsgebäudes inklusive Vereinsheim und separatem Materialgebäude sowie der Abbruch des alten Gebäudes sind das Ziel. Die entsprechende Planung wird die Stadtverwaltung der Politik zur Abstimmung vorlegen. Nötig sei diese Maßnahme unter anderem, damit es für die Schülerinnen und Schüler vor Ort getrennte Umkleidekabinen geben könne, erläuterte Oliver Klostermann.

Schulleiterin Ute Eißing-Schroers freut sich über die neue Entwicklung und betont, dass der Schulkomplex an der Horkesgath ein weiteres Mal recht früh von städtischen Verbesserungsprogrammen habe profitieren dürfen. „Erst sind bei uns die Toilettenanlagen umfassend saniert worden, jetzt sind wir auch bei der Sportanlage ganz vorne mit dabei.“ Die Lehrer und die 1.600 Schüler an Gymnasium und Realschule würden sehr von dieser Entwicklung profitieren, zumal auch der Schulhof in die Gesamtplanung mit aufgenommen werde. Jochen Adrian als Vorsitzender des Stadtsportbundes betonte gemeinsam mit seinem Geschäftsführer Jens Sattler den Wert, den die Anlage künftig für die Nutzer an der Horkesgath haben werde. „Das wird ein Vorzeigeprojekt“, lobte Adrian.