NRW-Projekt: Lolli-Tests in Grund- und Förderschulen auch in Krefeld gestartet

Schulleiterin Dagmar Schrader mit Schüler Kyan beim Lolli-Test. Foto: Stadt Krefeld

Auch in Krefeld setzen ab sofort die Grund- und Förderschulen im Rahmen eines landesweiten Projektes sogenannte Lolli-Tests ein, um die Corona-Infektionsgefahr zu senken. Zunächst beteiligen sich vornehmlich die Kinder in Betreuungsgruppen an den Testungen, da derzeit noch kaum Präsenzunterricht in den Schulen stattfindet. Sobald das Unterrichten wieder im täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht (zwei Gruppen A und B) aufgenommen wird, nehmen die Schüler der jeweils anwesenden Gruppe an dem Lolli-Test teil. Die Probenentnahme muss am Vormittag in einem fest definierten Zeitfenster erfolgt sein. Hierfür lutschen die Kinder rund 30 Sekunden an einem Lolli. Die Tests von je bis zu 20 Kindern werden dann als „Pool-Test“ in einem Röhrchen zusammengefügt. Nur so können die begrenzten Testkapazitäten der Labore effizient genutzt werden.

Die Städte und Landkreise als Schulträger stellen in diesem Zusammenhang die Kurierdienste zwischen Schulen und Laboren sicher. Die entsprechenden Fahrtrouten wurden vom Land Nordrhein-Westfalen vorgegeben und den Schulträgern zugewiesen. Für die von der Krefelder Verwaltung zu verantwortenden Routen übernimmt im Rahmen einer kurzfristig vereinbarten Kooperation der Sportverein SV Bayer 05 Uerdingen die notwendigen Fahrten. Insgesamt werden von den Mitarbeitenden des Sportvereins täglich an 19 Krefelder Schulen und sieben Schulen aus anderen Städten Proben abgeholt und bis mittags zu einer vorgegebenen Uhrzeit ans Labor geliefert. Dort erfolgt eine Analyse, und möglichst noch am gleichen Abend bis 18 Uhr werden die Schule und das Gesundheitsamt über die Ergebnisse informiert.

Ist die Pool-Probe negativ, kann der Schulbetrieb normal weiterlaufen. Fällt er positiv aus, werden die Eltern durch ihre Schule informiert, und es müssen in Absprache mit der Schule Einzeltests vorgenommen werden. Bis abschließend geklärt ist, ob und gegebenenfalls bei wem eine Infektion vorliegt, muss die ganze Gruppe zunächst in Quarantäne gehen. Das Gesundheitsamt klärt anschließend mit der Schule alle weiteren Schritte. Hierbei wird unter anderem festgelegt, wer nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts als Kontaktperson einzustufen ist und wer zu welchem Zeitpunkt die Schule wieder besuchen darf.