Start aus Krefeld Rat beschließt Einrichtung eines Drogenkonsumraums in Krefeld

Rat beschließt Einrichtung eines Drogenkonsumraums in Krefeld

Symbolfoto: Nico Franz / Pixabay

Der Rat der Stadt Krefeld hat mehrheitlich entschieden, den von der Stadtverwaltung geplanten Drogenkonsumraum umzusetzen. Damit kann die Verwaltung ihre Planung für die Einrichtung einer solchen Anlaufstation für Suchtkranke weiterverfolgen. Der Drogenkonsumraum soll ein zusätzliches Angebot der Sucht-Prävention darstellen und damit auch eine Lösung für eine in Krefeld seit langem als problematisch empfundene Situation bieten. Dezernentin Sabine Lauxen begrüßt die Entscheidung des Rates. „Mit diesem Votum können wir unsere Planung jetzt voranbringen“, betont sie. Die Verwaltung werde nun auf Basis des entwickelten Konzeptes auf die Suche nach einem Standort und Betreiber gehen können und die genauen Kosten definieren. Sabine Lauxen betont, dass eine abschließende Entscheidung über einen Standort noch nicht gefällt sei und diese Frage vor der finalen Entscheidung sorgsam mit den beteiligten Akteuren besprochen werde. Es soll darüber hinaus eine enge Ordnungspartnerschaft mit Kommunalem Ordnungsdienst, Polizei und Staatsanwaltschaft aufgebaut werden.

Teil des Konzeptes „Handeln und Helfen“

Die Schaffung eines Drogenkonsumraums ist Teil des Konzeptes „Handeln und Helfen“, das von Oberbürgermeister Frank Meyer initiiert worden ist. Damit soll auch eine Lösung für die Situation auf dem Theaterplatz gefunden werden. Wenn dort die Abrissarbeiten des Seidenweberhauses beginnen, erwartet die Stadtverwaltung eine Verlagerung der Szene der Suchtkranken. „Wir haben die Hoffnung, dass wir viele in unsere Räume und weg von der Straße bekommen“, sagt Sabine Lauxen. Es sei zwar nicht garantiert, dass mit diesem Angebot die gesamte Szene erreicht wird. Es sei aber ein Angebot, bei dem gesundheitspolitische, sozialpolitische und ordnungspolitische Ansätze zusammenkämen. Ein Drogenkonsumraum biete die Chance, auch Angebote für Substitution oder Ausstieg aus der Drogensucht bieten zu können.