Sanierung der Sportfreiflächen schreitet voran

Die Stadtverwaltung Krefeld hat in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses den aktuellen Stand zur Sanierung verschiedener Sportfreiflächen in Krefeld mitgeteilt. Fachbereichsleiter Oliver Klostermann berichtete, dass der kleine und große Kunstrasenplatz im Willi-Schlösser-Sportpark in Fischeln noch in diesem Jahr ein neues Geläuf erhalten. Auch auf der Sportanlage Horkesgath rollen nun bald die Bagger. Noch im Mai beginnen dort die entsprechenden Bauarbeiten zur Sanierung der Anlage, die im ersten Quartal 2022 beendet sein sollen. Hier sieht die Planung ein Kunstrasenfeld auf dem bisherigen Tennenplatz vor, umgeben von einer Typ-C-Anlage für die Leichtathletik. Etatisiert sind 1,3 Millionen Euro.

Zwischen dem dann neuen Kunstrasenplatz und dem Naturrasenspielfeld wird ein Aufenthalts-Gebäude mit Duschen und WC entstehen, das gerade durch das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt geplant wird. Für einen anvisierten Förderantrag an den Investitionspakt NRW bereitet der Fachbereich Sport und Sportförderung eine Vorlage für die Ratssitzung im Juni vor. Die Maßnahme kann im Frühjahr 2022 erfolgen und dauert rund 15 Monate. Für die neu entstehende Freifläche neben dem neuen Gebäude wird aktuell die Errichtung einer Boulehalle geprüft.

Auf der Edelstahl-Kampfbahn soll auf dem bisherigen Hauptrasenplatz sowie der benachbarten Tenne jeweils ein Kunstrasen-Feld unter Flutlicht entstehen. Zwei Bewegungsfelder sollen für Trendsportarten genutzt werden, für die Leichtathletik und den Schulsport entsteht eine Typ C-Anlage (vier Laufbahnen) samt Kugelstoß- und Weitsprungbereich. Die Kostenplanung sieht insgesamt 3,5 Millionen Euro vor. Der Kommunalbetrieb erarbeitet aktuell die Planungsleistungen. Die Ausschreibung und anschließende Vergabe der Leistungen sind noch im Mai vorgesehen, damit die Arbeiten im Frühjahr 2022 beginnen und nach 15 bis 18 Monaten abgeschlossen werden können. Für die Anlage ist im März ein vorläufiger Zuwendungsbescheid des Bundes über drei Millionen Euro eingegangen, der endgültige wird Ende des Jahres erwartet. Ergänzend zu den bisherigen Planungen wird im Zusammenhang mit dem Materialgebäude eine barrierefreie Toilette hergestellt und die Hausmeisterwohnung reaktiviert.

Im Sprödental, wo es bislang einen Tennen- und einen Rasenplatz samt Asche-Laufbahn sowie einen in die Jahre gekommenen Sanitär- und Umkleidebereich gibt, ist mit fünf Millionen Euro die größte Investition geplant. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Sportfreianlagen der Sportstättenkommission war deutlich geworden, dass der Stadt eine zentral erreichbare Örtlichkeit zur Durchführung von Schulsport mit leichtathletischem Schwerpunkt sowie leichtathletischen Schulwettkämpfen (Sportfeste, Stadtmeisterschaften) fehlt. Zudem ist die Anlage die neue Heimat der Krefeld Ravens (American Football). Im Mai wird es einen weiteren Workshop geben, die Masterplan-Erarbeitung inklusiver erster Konzeptstudie und Kostenbetrachtung ist bis September vorgesehen. Parallel sollen Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene ausgelotet werden. Nach Ausschreibung und Vergabe der notwendigen Planungsleistungen und der Planung selbst, sollen die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen erfolgen. Gebaut werden könnte dann ab Ende 2022 für rund 15 bis 18 Monate.

Nach der Entscheidung des SC Viktoria Krefeld, auf dem heimischen Platz am Schroersdyk zu bleiben und nicht Richtung Horkesgath oder Appellweg umziehen zu wollen, werden die Planungen auf der Hubert-Houben-Kampfbahn nun entsprechend geändert und konkretisiert. Das gilt auch für die Konzeptstudie und die Kostenbetrachtung. Unter Betrachtung der neuen Verhältnisse wird ein weiterer Workshop mit dem KTSV Preussen, Schulen und der Bürgerschaft – vermutlich nach den Sommerferien – geplant, um eine aktualisierte Zeitplanung zur Umsetzung der Sanierungsarbeiten vorlegen zu können. Der Nebenplatz der altehrwürdigen Kampfbahn bleibt zunächst „unbeplant“. Hier hat zuletzt der Rückschnitt von Grün begonnen. Als nächstes erfolgt der Abbruch des dortigen Vereinsheims, der Schießanlage und des Hausmeisterhauses. Eine Einfriedung der Fläche ist angedacht. Zur neuen Kindertageseinrichtung am Appellweg hin wurde ein neuer Ballfangzaun errichtet.