Wenn freilaufende Hunde wild hetzen: Bußgelder und Freiheitsstrafen drohen

Der junge Bock starb an den Bisswunden des Hundes. Foto: Polizei Krefeld

Die Untere Jagdbehörde der Stadt Krefeld bestreift aktuell zusammen mit der Polizei die Krefelder Wälder. Hintergrund ist das vermehrte Aufkommen von freilaufenden Hunden. Zwei dieser Hunde haben in den vergangenen Wochen junge Rehe zu Tode gehetzt. Ein Vorfall ereignete sich auf dem Egelsberg, ein weiterer im Forstwald. Den Haltern dieser Hunde drohen empfindliche Bußgelder, denn sie verstoßen gleich gegen drei Gesetze.

Der Verstoß gegen das Jagdrecht sieht in einem solchen Fall ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro vor, ein Verstoß gegen das Naturschutzrecht in Höhe von bis zu 50.000 Euro und der gegen das Landeshundegesetz in Höhe von bis zu 100.000 Euro. Hat ein Halter seinen Hund vorsätzlich losgelassen, und sei es nur zum Spiel, ist dies sogar wegen Jagdwilderei strafrechtlich zu verfolgen. Zudem liegt dann unter Umständen auch die „Tötung von zur Aufzucht notwendiger Elterntieren“ vor. Es drohen Freiheitsstrafen.