Willy-Göldenbachs-Platz: Grüne und SPD für vollständige Begrünung

Foto: Symbolbild

Die bis in das Jahr 1991 zurückreichende städtebauliche Entwicklungsgeschichte des Willy-Göldenbachs-Platzes soll mit einer gemeinsamen Initiative von Grünen und SPD nun zu einem Ende gebracht werden, das auf deren Anfang zurückweist.

„Schon das 1991 beschlossene Entwicklungskonzept Innenstadt sah vor, den Willy-Göldenbachs-Platz zu einem ‚grünen Platz‘ umzugestalten“, erinnern Ana Sanz, mobilitätspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie Bezirksvorsteherin Mitte, und Anke Drießen-Seeger, für die SPD-Fraktion Mitglied im Planungsausschuss und in der Bezirksvertretung Mitte. Entsprechende Planungen seien allerdings weder damals noch in einem neuen Anlauf im Jahre 2005 umgesetzt worden. „Stattdessen wurde der Platz im Jahre 2008 so umgestaltet wie wir ihn bis jetzt kennen: als ‚grüner Platz‘ mit einer Bürgerwiese im nördlichen Teil und mit Parkflächen im südlichen Teil“, so die beiden Politikerinnen.

Dies allerdings entspreche den Zielen für die Entwicklung der Innenstadt weniger denn je. Das dokumentiere auch das Mobilitätskonzept 2030+, in dem öffentliche Räume als Aushängeschild der Stadt bezeichnet würden, die attraktiv und hochwertig gestaltet zum Flanieren und Verweilen einladen sollen. Immerhin habe die Studie „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung (IFH) auf den Mangel an Verweilmöglichkeiten in der Krefelder Innenstadt aufmerksam gemacht. Große Bedeutung für das Stadtklima und die Stadtgestaltung werde in diesem Zusammenhang gerade dem Stadtgrün zugewiesen.

Diesen Ansprüchen Rechnung tragend wollen SPD und Grüne nun die Verwaltung mit der Erstellung einer Vorlage beauftragen, mit der eine Änderung des geltenden Bebauungsplans eingeleitet werden kann. „Ziel ist es, die im südlichen Platzbereich festgesetzte Parkfläche durch einen ‚grünen Platz‘ mit diversen Nutzungsmöglichkeiten zu ersetzen“, erläutert Anke Drießen-Seeger. Genau dafür solle die Verwaltung zugleich einen ersten Entwurf erstellen und die Möglichkeit zur Einwerbung von Fördermitteln prüfen.

„Eine Erweiterung des ‚grünen Platzes‘ unter Berücksichtigung der angrenzenden Gastronomie könnte auch im Zusammenspiel mit dem Platz an der Alten Kirche und dem Anne-Frank-Platz ein Ensemble bilden, das parallel zur Einkaufsstraße attraktive Räume zum Verweilen anbietet“, ist Ana Sanz überzeugt.

Dass in der bevorstehenden Beratung sicherlich auch der Verlust einiger Parkplätze bemängelt werde, sehen die beiden gelassen: „Das in der Nähe bestehende Angebot in den Parkhäusern Wiedenhofstraße (98 Parkplätze), Schwanenmarkt (420 Parkplätze) und Kaufhof (499 Parkplätze) sollte den Wegfall von zwanzig Parkplätzen auf dem Willy-Göldenbachs-Platz problemlos kompensieren.“