Steigendes Grundwasser im Dykgebiet: SPD gegen Profilierungsversuche

Hochwasser-Schutz-Uerdingen
Foto: Symbolbild

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld kritisiert das Vorgehen des ehemaligen CDU-Ratsherren Walter Fasbender als Vorstandsmitglied der IG Trockene Keller im Nordbezirk e.V. „Die Grundwasserlage in der Dyk-Siedlung ist ohne Frage eine große Belastung für die Anwohner*innen“, macht Ralph-Harry Klaer, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord, deutlich. „Es ist daher selbstverständlich, dass Politik, Verwaltung und Eigentümer*innen gemeinsam Lösungen erarbeiten, um die Situation zu entschärfen. Diesen Weg ist man meiner Einschätzung nach auch bislang gut miteinander gegangen.“

Die aktuell schwierige Lage dürfe laut Klaer aber nicht dazu führen, dass man diesen Pfad nun verlasse, indem man mit falschen Behauptungen agiere. Denn entgegen der Aussagen des ehemaligen CDU-Ratsherren befinden sich Pumpen und Leitungen, die bisher das Abpumpen des Grundwasser sichergestellt hatten, immer noch im Eigentum der LEG und sind nicht an den Kommunalbetrieb übertragen worden. Die Stadt hat somit keinen Zugriff auf die Anlage und kann diese folglich auch nicht in Betrieb nehmen. Sobald dies aber geschehen ist, werden die Pumpen wieder laufen.

„Das weiß auch Herr Fasbender. Sich hier dennoch auf dem Rücken der Betroffenen profilieren zu wollen – und dabei noch Unwahrheiten zu verbreiten – ist schlicht unredlich“, kritisiert die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Sabine Fochler. „Auf dieser Grundlage einen offenen Brief zu schreiben, an die Presse zu heranzutreten, plakative Forderungen, die aktuell gar nicht umsetzbar sind, heraus zu posaunen und dabei zu suggerieren, man spräche im Namen der Anwohner*innen, dazu gehört ein nicht gerade geringes Maß an Unverfrorenheit. Der ehemalige Ratsherr täte gut daran, dies richtigzustellen.“

Die SPD-Fraktion stehe hinsichtlich der Thematik im regelmäßigen Austausch mit Kommunalbetrieb und Fachverwaltung sowie den Anwohner*innen. „Erst Ende der vergangenen Woche habe ich mir vor Ort am Wilmendyk selbst ein Bild gemacht“, so Ralph-Harry Klaer. „Die Menschen im Nordbezirk brauchen Gewissheit, dass sie nicht alleine gelassen werden und Möglichkeiten, ihr Eigentum zu schützen. Dies sollte allen, auch selbsternannten Interessenvertretern, mehr am Herzen liegen als der eigene Profilierungsdrang.“