Sanierung der Sportfreiflächen in Krefeld geht weiter

Die Bezirkssportanlage an der Gladbacher Straße ist auch als Edelstahl-Kampfbahn bekannt. Foto: Stadt Krefeld

Eine wirkliche Sommerpause gab es für den Fachbereich Sport und Sportförderung nicht. Denn obwohl vielerorts der Betrieb ruhte, gingen die Arbeiten und Planungen an einigen Sportanlagen weiter. So rollen auf der auf Sportanlage Horkesgath zur Sanierung der Anlage nun schon seit drei Monaten die Bagger. Die Arbeiten sollen im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden. Gebaut wird ein Kunstrasenfeld auf dem bisherigen Tennenplatz, umgeben von einer Typ-C-Anlage für die Leichtathletik. Etatisiert sind über 1,3 Millionen Euro, 525.000 Euro erhält die Stadt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

Auf der Freifläche neben dem bestehenden Vereinsheim soll bis Ende 2023 ein neues Funktionsgebäude mit Umkleiden, Duschen, Toiletten und Vereinsräumen entstehen. Das Gebäude wird ergänzt durch ein kleines Materialgebäude, geplant und gebaut durch das Zentrale Gebäudemanagement (ZGM) der Stadt. Auf der nach dem Abbruch des alten Vereinsheims entstehenden Freifläche wird aktuell die Errichtung einer Boulehalle intensiv geprüft.

In Fischeln geht es im kommenden Monat los

Im September erhält der kleine und große Kunstrasenplatz im Willi-Schlösser-Sportpark in Fischeln einen neuen Belag. Diese Arbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein. Auch auf der Sportanlage Sprödental, wo mit fünf Millionen Euro die größte Investition für die Sanierung einer Freianlage geplant ist, geht es voran. Im September wird die sogenannte Hauptrunde – der finale Workshop – durchgeführt, der die Masterplan-Erarbeitung inklusiver erster Konzeptstudie und Kostenbetrachtung abschließt. Ende 2021/Anfang 2022 soll dann über eine entsprechende Beschlussvorlage die Umsetzung der Sanierung und die damit verbundene Beauftragung von Planung und Bau von Kommunalbetrieb und ZGM beraten und beschlossen werden. Parallel hierzu werden Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene ausgelotet.

Gebaut werden könnte dann ab Frühjahr 2023 für rund 18 Monate. Aktuell gibt es dort einen Tennen- und einen Rasenplatz samt Asche-Laufbahn sowie einen in die Jahre gekommenen Sanitär- und Umkleidebereich. In der Arbeitsgemeinschaft Sportfreianlagen der Sportstättenkommission war deutlich geworden, dass der Stadt eine zentral erreichbare Örtlichkeit zur Durchführung von Schulsport mit leichtathletischem Schwerpunkt (Typ B Anlage) sowie leichtathletischen Schulwettkämpfen (Sportfeste, Stadtmeisterschaften) fehlt. Zudem wird die Anlage die neue Heimat der Krefeld Ravens (American Football). Zur „Schaffung von Platz für alle“ wird ein neues, großes Funktionsgebäude nebst zusätzlicher kleiner Materialgebäude die Sanierung der Freianlage zielgerichtet ergänzen.

Auf der Edelstahl-Kampfbahn an der Gladbacher Straße soll auf dem bisherigen Hauptrasenplatz sowie der benachbarten Tenne jeweils ein Kunstrasen-Feld mit entsprechenden Flutlichtanlagen entstehen. Zwei Bewegungsfelder sollen für Trendsportarten genutzt werden. Für die Leichtathletik und den Schulsport entsteht eine Typ C-Anlage (vier Laufbahnen) samt Kugelstoß- und Weitsprungbereich sowie Anlauf-/Abwurfbereichen für Diskus und Speerwurf. Die Kostenplanung sieht insgesamt 3,5 Millionen Euro für die umfangreiche Sanierung der Freianlage vor. Der Kommunalbetrieb arbeitet aktuell an der Vergabe der Planungsleistungen, damit die Arbeiten im Frühjahr 2022 beginnen und nach rund 18 Monaten abgeschlossen werden können. Für die Anlage ist im März ein vorläufiger Zuwendungsbescheid des Bundes (Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur) eingegangen, der endgültige wird Ende 2021 erwartet. Ergänzend zu den bisherigen Planungen wird im Zusammenhang mit dem neuen Materialgebäude eine barrierefreie WC-Anlage hergestellt und die aktuell ungenutzte Hausmeisterwohnung reaktiviert.

Nach der Entscheidung des SC Viktoria Krefeld, auf dem heimischen Platz am Schroersdyk zu bleiben und nicht Richtung Horkesgath oder Appellweg umzuziehen, werden die Planungen auf der Hubert-Houben-Kampfbahn nun entsprechend angepasst und bezogen auf die Freianlage und Gebäude weiter konkretisiert. Unter Berücksichtigung dieser neuen Rahmenbedingungen wird ein weiterer und abschließender Workshop mit dem KTSV Preussen, den Schulen und der Bürgerschaft als Nutzer der Freianlage geplant, um anschließend eine überarbeitete Planung verbunden mit einem Rahmenterminplan zur Umsetzung der Sanierungsarbeiten vorlegen zu können. Der Nebenplatz der altehrwürdigen Kampfbahn bleibt zunächst „unbeplant“. Hier hat zuletzt der Rückschnitt von Grün begonnen. Als nächstes erfolgt der Abbruch des dortigen Vereinsheims, der Schießanlage und des Hausmeisterhauses. Der Nebenplatz ist weiterhin für alle bisherigen sportiven Aktivitäten nutzbar.