„Werft 765″ geht auf die Zielgerade: Bands spielen am Flussufer

Jürgen Eichendorf, Kulturbüro, Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings, sowie Stephan Beek und Till Menzer von den Provinzgiganten auf dem Gelände des Werft 765 Foto: Stadt Krefeld

Der Sommer auf dem Werftgelände geht weiter. Mit Live-Konzerten und einem Markt für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen werden an den letzten Wochenenden im August auf dem beliebten Areal am Fluss weitere Formate erprobt. Zudem hat das Stadtmarketing das Programm von „Werft 765 – Die Krefelder Rhine Side“ bis Sonntag, 12. September, verlängert. Ursprünglich sollte zum Ende der Sommerferien Schluss sein.

Die Konzerte am Rheinufer, die unter dem Titel „Klangwerft“ laufen, gehen über drei Tage. Gemeinsam mit den Provinzgiganten und der Krefelder Musiker-Initiative (KMI) hat die Stadt Krefeld lokale und internationale Bands verpflichtet. Allein am Freitag, 13. August, von 17 bis 0 Uhr spielen auf einer Bühne im Beach-Bereich mit Subterfuge, Omnibus Prime, Big Bonsai, Angelika Express und Masaa fünf Gruppen. Till Menzer, der gemeinsam mit Philip Lethen die künstlerische Leitung des kleinen Festivals innehat, betont die musikalische Qualität: „Masaa haben in diesem Jahr den Deutschen Jazzpreis gewonnen, sie spielen Weltjazz mit arabischen Texten.“ Auch für Samstag, 14. August, von 17 bis 0 Uhr wartet mit der Australierin Brigitte Handley, N-1, Minor Cabinet, Paul Wallfisch aus New York und den Lokalmatadoren Fog Joggers ein spannendes Programm. Für Sonntag, 15. August, von 15 bis 22 Uhr wurden familientaugliche Gruppen eingeladen: Studio 11, u.t.a., The Cool Cats und die Bandonionfreunde Essen.

Unterstützt werden die Konzerte vom Kulturbüro. „Auf Wunsch von Oberbürgermeister Frank Meyer wurden ab 2017 die Kontakte zur Krefelder Bandszene verstärkt. Beginnend mit dem Wettbewerb ‚Listen to Numbers‘ ist das ein wichtiger Schwerpunkt für uns geworden“, sagt Jürgen Eichendorf vom Kulturbüro. Rund 150 Karten können pro Veranstaltungstag verkauft werden. Die Tickets sind ab Mittwoch, 11. August, online erhältlich für je 17,65 Euro.

Eine ganz andere Perspektive steht am folgenden Wochenende im Mittelpunkt. Ein Markt für nachhaltige Krefelder Stadtkultur bringt am Samstag, 28. August, von 10 bis 19 Uhr und Sonntag, 29. August, von 10 bis 18 Uhr 30 Stände ans Rheinufer. Von Handwerk über Second-Hand-Kleidung bis zu Lebensmitteln reicht die Bandbreite, auch Möbel und Design sind vertreten. Die Provinzgiganten, die erneut als Partner fungieren, halten das Konzept bewusst offen. „Nachhaltigkeit ist lokal: Sie findet dort statt, wo wir leben. Deshalb möchten wir möglichst viele Facetten dieses Themas zeigen“, sagt Mitorganisator Stephan Beek. Auch für den Markt sollte man zuvor online Tickets erwerben. Sie sind kostenlos, sorgen aber dafür, dass Namen und Adressen bereits vorab registriert sind, wie es die Corona-Schutzverordnung verlangt. Am Eingang sind trotz gültiger Tickets kurze Wartezeiten möglich, da die Anzahl der Besucher für den Markt begrenzt ist. „Grundsätzlich sind wir – unabhängig von der Inzidenzstufe – auf alle Eventualitäten vorbereitet“, betont Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings.

Die beiden geplanten Veranstaltungen sind die letzten großen Events des ersten Sommers der „Werft 765″. Claire Neidhardt, die das Konzept mit ihrem Team entwickelt hat, zieht eine positive Bilanz. Von den Blumenkästen, die bereits im Mai aufgestellt wurden, über die Rhine Side und das Kinderprogramm bis hin zum Beachvolleyball und zum Open-Air-Kino wurden die Angebote gut angenommen. Weder der durchwachsene Sommer noch das drohende Hochwasser, das einen zwischenzeitlichen Abbau nötig machte, konnte die gute Atmosphäre eintrüben. „Wir wollten zeigen, welches Potenzial auf diesem Gelände schlummert – und das ist uns gelungen“, sagt Claire Neidhardt.