Autofreier Schultag in Krefeld am 22. September geplant

(Von links) Karin Mast von Fuss e. V., Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning stellen das Programm für die Europäische Mobilitätswoche vor. Foto: Stadt Krefeld

In Krefeld wird es im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, die von Donnerstag,16., bis Mittwoch, 22. September, läuft, erstmals einen autofreien Schultag geben. Am 22. September sollen in Krefeld möglichst wenige Elterntaxis zum Einsatz kommen: Eltern, Lehrer und Schüler sollen an diesem Tag möglichst zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zur Schule kommen. Alle Schulen im Krefelder Stadtgebiet sind eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Die Stadtverwaltung hat dazu die Schulen kontaktiert, die wiederum die Information an die Eltern weitergeben.

„Mit diesem Aktionstag soll auch ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität geschaffen werden. Wenn viele Elterntaxis vor der Schule halten, kann das zu gefährlichen Situationen führen. Kinder lernen richtiges Verhalten auf dem Schulweg nur dann, wenn sie nicht direkt vor der Schule abgesetzt werden“, sagt die Krefelder Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning. Sie kündigt an, dass der Aktionstag nun jährlich auch in Krefeld stattfinden solle. Gemeinsam mit Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung, sowie Karin Mast vom BUND hat Martina Foltys-Banning bei einer Pressekonferenz auf dem Dionysiusplatz das diesjährige Programm vorgestellt. „Aktiv, sicher und gesund unterwegs“ ist diesmal das Motto der Aktionswoche, an der Krefeld zum nunmehr dritten Mal teilnimmt.

Das gesamte Programm der Mobilitätswoche für Krefeld wird im Internet auf der Seite www.krefeld.de/mobilitätswoche dargestellt. Alle Regeln der Corona-Pandemie gelten auch für die Veranstaltungen der Mobilitätswoche. Das Programm startet mit einer Radtour des Vereins Linker Niederrhein nach Mülheim sowie dem Fußverkehrscheck Innenstadt am Donnerstag, 16. September, von 18 bis 20 Uhr. Anmeldungen zu diesem Rundgang mit Blick auf Fußgängerbelange vom Bahnhof bis zum Ostwall und zurück nimmt Martina Foltys-Banning per E-Mail unter m.foltys-banning@krefeld.de oder unter Telefon 0 21 51 / 86 37 03 entgegen. Treffpunkt ist um 18 Uhr der Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofes.

Neben mehreren weiteren Radtouren und Wanderungen, die bei der nunmehr dritten Teilnahme Krefelds an der Europäischen Mobilitätswoche angeboten werden, gibt es am Samstag, 18. September auch einen sogenannten Parking Day. Von 10 bis 16 Uhr werden einige Stellplätze in der Krefelder Innenstadt nicht für das Parken von Autos, sondern für Fahrradchecks und Lastenräder genutzt. Es gibt dort dann auch Informationen zu den Themen Verkehrsmittel und Parken sowie Spielmöglichkeiten für Kinder. „Wir setzen in diesem Jahr einen deutlichen Schwerpunkt bei den Themen Fußgänger und Radfahren“, betont Stadtplaner Norbert Hudde.

Ein besonderes Angebot bietet auch Karin Mast von der BUND-Kreisgruppe Krefeld, in Kooperation mit dem ADFC Krefeld-Viersen und dem Verein Fuss. Für Montag, 20. September, um 18 Uhr laden die Akteure zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Fuß- und Radverkehr im Clinch“ ein. Mit einem Sketch und Musik wird sich dem Miteinander von Fußgängern und Radfahrern auseinandergesetzt. Danach soll es eine Diskussion geben. Die Veranstaltung findet in den Shed-Hallen der Samtweberei an der Lewerentzstraße 104 statt.

Ein erklärtes Ziel der Mobilitätswoche ist es auch, ein Mobilitätsthema von bleibendem Wert zu schaffen. Dies geschieht in diesem Jahr am Montag, 20. September, um 14 Uhr mit der Eröffnung einer Car-Sharing-Station an der Josef-Heinrichs-Straße in Hüls. Es wird die dann 15. Station dieser Art in Krefeld sein, die gemeinsam von den Stadtwerken mobil, dem Unternehmen Stadtmobil sowie der Stadt Krefeld eröffnet wird.