Kulturrucksack: Kostenfreies Film-Projekt für Kinder über Stolpersteine

Grafik: Stadt Krefeld, Kulturbüro
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„Darf ich vorstellen?“ – so heißt ein neues Projekt aus dem Kulturrucksack. Die Kooperation von Kulturbüro und NS-Dokumentationsstelle Krefeld sowie dem Kulturbüro Willich greift das Werk des Künstlers Gunter Demnig auf, der seit vielen Jahren Stolpersteine in Städten verlegt. Bei „Darf ich vorstellen?“ recherchieren die Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren eigenständig zu den Schicksalen hinter den Stolpersteinen ihrer Stadt. Ihr Wissen dokumentierten sie in kleinen Filmen. Ziel ist es, dass noch mehr Kinder, Jugendliche und Schulen aus Krefeld und den umliegenden Städten auf das Bildungsangebot der NS-Dokumentationsstelle aufmerksam werden, es nutzen und dadurch auch zu Themen wie Ausgrenzung und Diskriminierung weiter sensibilisiert werden.

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Gegen das Vergessen der Opfer des Nationalsozialismus rief der Künstler Gunter Demnig das europäische Kunstprojekt der Stolpersteine ins Leben. Inzwischen liegen in 1.265 Kommunen Deutschlands und 21 Ländern Europas Stolpersteine. Die Steine erinnern sowohl an die jüdischen Opfer des Holocausts, als auch an Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen, geistig und körperlich Kranke und Menschen, die aufgrund ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. In Krefeld beteiligt sich der Verein Villa Merländer seit vielen Jahren am Projekt des Künstlers, welches der Aufklärung des Nationalsozialismus dient und einer Wiederholung der NS-Geschichte entgegenwirken soll.

Das Projekt „Darf ich vorstellen?“ beginnt am Montag, 11. Oktober, von 9 bis 15 Uhr mit dem Verfassen von Texten und dem Schreiben eines Drehbuchs. Es geht weiter am Dienstag, 12. Oktober, von 9 bis 15 Uhr mit dem Besuch von Stolpersteinen und dem Dreh. Abschließend am Mittwoch, 13. Oktober, von 9.30 bis 12.30 Uhr findet eine Führung durch die NS-Dokumentationsstelle Krefeld sowie die Präsentation der Filme statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung per E-Mail an anke.zwering@krefeld.de ist bis Donnerstag, 30. September, erforderlich.

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