KWM: Werke des Künstlers Alfred Mohrbutter

Kunstmuseum-Krefeld-Kaiser-Wilhelm-Museum
Foto: Stadt Krefeld
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Im Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld wurde ein neuer Raum in der Präsentation „Sammlung in Bewegung“ unter dem Titel „Der Schönheit verschrieben“ eingerichtet. Zu sehen sind Werke des Künstlers Alfred Mohrbutter (1867-1916): Maler, Modedesigner, Graphiker und Regisseur der „Lebenden Bilder“. Mohrbutter war um 1900 ein kreativer „Tausendsassa“ und auf vielen künstlerischen Gebieten produktiv.

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Die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums zog Mohrbutter im Herbst 1897 von Hamburg nach Krefeld. Für die erste Ausstellung des durch großes bürgerschaftliches Engagement ermöglichten Museums gestaltete er das Plakat, das aktuell im Mohrbutter-Raum gezeigt wird. Ebenfalls zu bewundern ist dort das großformatige Gemälde „die blaue Dame“, das der Künstler dem Museum schenkte. Der Gründungsdirektor Friedrich Deneken bewunderte Mohrbutter für seinen ausgezeichneten Geschmack und seinen feinen Farbsinn. An beidem können sich die Besucher nun aktuell erfreuen. Im Mohrbutter-Raum werden neben Gemälden und Zeichnungen Photographien des künstlerischen Bühnenstücks „Lebende Bilder“ ausgestellt, bei dem Damen und Herren der Krefelder Gesellschaft in vom Künstler entworfenen Kostümen in der Stadthalle posieren. Die „Lebenden Bilder“ stellen Themen aus Arbeit, Wissenschaft, Musik und bildender Kunst dar.

Modekünstler der sogenannten „Reformkleider“

Mohrbutter wurde ebenfalls als Modekünstler der sogenannten „Reformkleider“ bekannt, die um die Jahrhundertwende Frauen aus ihren engen und gesundheitsschädlichen Korsetts befreiten. Um 1900 war dies überaus modern, revolutionär und emanzipatorisch. 1900 nahm Mohrbutter an der wegweisenden „Ausstellung künstlerischer Damenkleider“ teil, mit der Deneken eine moderne Verbindung zwischen Kunst, Handwerk und Gewerbe propagierte. Hier konnte sich die reiche Krefelder Seidentradition aufs Fruchtbarste mit den Entwürfen von Künstlern wie Mohrbutter, Henry van de Velde oder Otto Eckmann verbinden.

„Das Konzept der ,Sammlung in Bewegung‘ bietet uns und unseren Besuchern die wunderbare Möglichkeit, außergewöhnliche Sammlungsbestandteile mit spannenden Bezügen zur Museumsgeschichte zu entdecken. Wir freuen uns besonders, in der neuen Präsentation erstmalig eine Modezeichnung Alfred Mohrbutters zu zeigen, die wir als Schenkung bei der Eröffnung der Ausstellung ‚Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft‘ erhielten“, freut sich Katia Baudin, Leiterin der Kunstmuseen Krefeld.

Unter dem Titel „Sammlung in Bewegung“ präsentiert das Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld in 15 Räumen der ersten Etage Highlights aus der eigenen Sammlung vom späten Mittelalter bis heute. Dabei werden fortlaufend in einzelnen Räumen der Ausstellung neue Themen oder Künstler des überaus reichen Sammlungsbestandes der Kunstmuseen präsentiert. „Sammlung in Bewegung“ ist somit als Dauerausstellung mit offenem Ende konzipiert, bei der sich ein Besuch immer mal wieder lohnt, da es beständig Neues zu entdecken gibt.

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