Neues Quartierszentrum im Bezirk Diessem-Cracau

Nach Auszug eines Tattoostudios erkunden die neuen Mieter die obere Etage für gemeinsame Projekte zu Gunsten des Hardenbergviertels. (von links nach rechts: Marcel Beging, Katrin Mevißen, Georg Dammer, Marco Heinz, Anja Jansen, Sandy Schilling, Gabriel Toma, Benjamin Ianko) Foto: Stadt Krefeld

Im ehemaligen Erlenwein-Bürogebäude im „Kulturdreieck“ Krefelds an der Diessemer Straße 21 wird ein neues Projekt entwickelt. Mit dem Verein Werkhaus als aktivem Partner stößt die Stadt Krefeld hier ein neues Quartiersprojekt an. Der Bezirk Diessem-Cracau hat hinsichtlich seiner besonderen Herausforderungen erhöhte Priorität. Neben anderen Schwerpunkten der Entwicklung von Konzepten bürgerschaftlichen Engagements wie beim Bleichpfad-Hochhaus oder der Samtweberei wird hier ein weiterer Akzent gesetzt. Geografisch handelt es sich um das Einzugsgebiet zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Sprödentalstraße, Diessemer Bruch und Ostwall einschließlich des neu definierten Hardenbergviertels.

Auf mehreren Etagen sind Bürger wie auch gemeinwohlorientierte Initiativen und Gruppen eingeladen, sich aktiv an der Gestaltung dieses Zentrums in direkter Nachbarschaft zu Schlachthof und Kufa zu beteiligen. Räume für Begegnung, Familien- und Individualberatung durch verschiedene Migrantenselbstorganisationen sowie ein breitgefächertes interkulturelles Bildungsangebot für Jung und Alt werden partizipatorisch entwickelt und sind teilweise schon vorhanden. Koordiniert wird dies durch den Verein Werkhaus, der Interessierte einlädt, dieses Projekt kennen zu lernen und sich einzubringen. Vorrangig unterstützt wird das Werkhaus in der Projektentwicklung dabei durch den städtischen Quartiersmanager Sandy Schilling.

Es wurde schon viel erreicht

So konnte bis jetzt schon vieles erreicht werden: Der Verein Werkhaus hat eine Etage für Bewegungs- und Tanzangebote eingerichtet, und im Souterrain werden Kreativangebote durchgeführt. Darüber, in der ersten Etage, arbeiten drei Krefelder Migrantenselbstorganisationen mit Schwerpunkt Osteuropa und unterstützen Bürger bei Behördengängen, in Familienangelegenheiten, bieten Sprach- und Nachhilfeunterricht an. Die oberste Etage wird nun aber zu einer besonderen Etage der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens und des Austauschs. Hier werden gemeinsame Ideen und Projekte entwickelt, und es besteht die Möglichkeit, die Etage oder Teile der Etage für selbstorganisierte Treffen, gemeinsame Aktivitäten, gemeinsames Lernen und vieles mehr zu nutzen. Das Krefelder Kulturdreieck wird damit aktuell durch ein neues starkes gemeinwohlorientiertes Konzept bereichert.