Regeln in Feld, Wald und Flur beachten

Foto: Stadt Krefeld

Aktuell suchen deutlich mehr Menschen Erholung in Krefelds Grünflächen und Naturschutzgebieten als noch zuvor. Leider halten sich dabei nicht alle an die dort geltenden Regeln, stellt der Fachbereich Umwelt fest. An vielen Stellen ist zuletzt Hausmüll abgeladen worden. Auch zahlreiche achtlos weggeworfene Masken werden gefunden. Viele Hundebesitzer beachten zudem die Anleinpflichten ihrer Hunde nicht, Erholungssuchende verlassen in Naturschutzgebieten die Wege, und Autofahrer parken auf Grünstreifen, unbefestigten Flächen in Waldgebieten und in der freien Landschaft. Häufig werden Wirtschaftswege befahren, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt und nur für den land- oder forstwirtschaftlichen Verkehr geöffnet sind.

„Letztlich haben wir alle dauerhaft nur dann etwas von einer schönen Natur, wenn wir gleichsam entsprechend rücksichtvoll und achtsam mit dieser umgehen. Helfen Sie mit, dass wir gemeinsam den Blick für einen solchen Umgang nicht verlieren“, appelliert Kathrin Gardner, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Verbraucherschutz. „In Feld, Wald und Flur gelten für alle Menschen die ‚Jedermann-Verhaltensregeln‘. Dazu gehört grundsätzlich die allgemeine Rücksichtnahme auf andere Erholungssuchende. Keiner hat das Recht, die Natur vorrangig vor einem anderen zu benutzen oder den eigenen Egoismus und nur sein eigenes Interesse durchzusetzen“, stellt sie fest.

Es kann teuer werden

Vor allem in den Naturschutzgebieten muss das Landesnaturschutzgesetzes und der Landschaftsplan der Stadt Krefeld beachtet werden. Erkennbar sind diese an den grün-weißen, auf dem Kopf stehenden, Dreiecksschildern mit dem Adler und der Aufschrift „Naturschutzgebiet“. In allen Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Deshalb gilt dort generell eine Anleinpflicht für Hunde, das Verbot, Wege zu verlassen, Flächen außerhalb der Wege zu betreten oder zu befahren und außerhalb der ausgewiesenen Reitwege zu reiten. Bei Feststellung eines Verstoßes gegen die zuvor genannten Regelungen können Verwarnungen mit einem Verwarngeld bis zu 55 Euro oder aber bei vorsätzlichen oder wiederholten Verstößen ein Bußgeld von mindestens 75 Euro verhängt werden. Dies betrifft die Krefelder Naturschutzgebiete Hülser Berg, Flöthbach, Orbroicher Bruch, Egelsberg, Riethbeden, Latumer Bruch und die Spey (Rheinwiesen).

Aber auch in Wäldern und Parks sind freilaufende Hunde eine Gefahr, gerade für den Nachwuchs von Wildtieren. „Streuner“ bringen zum Beispiel Hasen und Kaninchen, die ihre Jungen zur Welt gebracht haben, sowie Enten, Fasane und andere Bodenbrüter in Panik. In diesem Zusammenhang ist es nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, Lebensstätten wildlebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Dazu zählt auch das Stören von Lebensbereichen wildlebender Tiere durch das Stöbern der Hunde.