Neue Impfstation neben dem Stadthaus gestartet

Dr. Peter Baselt und Sabine Lauxen vor der neuen Impfstation rechts neben dem Stadthaus. Foto: Andreas Bischof
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Die neue Krefelder Impfstation am Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz 17, hat am Montag ihren Betrieb aufgenommen. Montags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr ist die Impfstation geöffnet. Nach dem Ende des Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz zum 30. September besteht somit weiterhin ein Angebot für jene Krefelder Bürgerinnen und Bürger, die bisher noch ungeimpft sind. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Impfung ist kostenlos. Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen hat gemeinsam mit Dr. Peter Baselt, stellvertretender ärztlicher Leiter der Impfstation, die neue Einrichtung in einer Pressekonferenz vorgestellt. „Wir sind froh, dass wir für unseren Krefelder Vorschlag eines stationären Impfangebotes eine Ausnahmegenehmigung des Landes NRW erhalten haben“, betonte Sabine Lauxen. Das bewährte Team des Impfzentrums arbeite auch am neuen Standort zusammen, allerdings als kleinere Einheit. Eine Impfstraße wird vorgehalten, bei Bedarf kann das Angebot erweitert werden. Als Impfstoffe werden Biontech und Moderna angeboten.

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Untergebracht ist die Impfstation in einem Container rechts neben dem Stadthaus. Markante Beschilderung weist auf den Standort hin. Der genutzte Container diente vor der Bundestagswahl als Briefwahlbüro, wird auch bei der Landtagswahl im März 2021 wieder diese Funktion haben. Ein Ab- und Aufbau zwischen beiden Wahlen hätte hohe Kosten erzeugt. Die Stadtverwaltung hat deshalb entschieden, den Container zwischenzeitlich für die Impfungen zu nutzen. Wie gut der Standort Stadthaus geeignet ist, zeigte sich gleich am ersten Tag: Fünf Impflinge erschienen dort bereits, obwohl überhaupt noch nicht geöffnet war. Sabine Lauxen hofft, dass die Nachfrage weiterhin groß sein wird.

Auch Dr. Peter Baselt setzt darauf, dass die Nachfrage anhält. Die bisher erreichten Impfzahlen stimmen ihn hoffnungsvoll. Er warnte: „Die Pandemie wird sich so entwickeln, dass man in den kommenden Wochen als Ungeimpfter auf jeden Fall ein sehr viel höheres Risiko eingeht.“ Er empfiehlt deshalb, zum Schutz insbesondere vor dem Hintergrund einer wohl schwierigeren Lage in den Wintermonaten eine Impfung vornehmen zu lassen.

Der Standort Konrad-Adenauer-Platz 17 bietet aus Sicht der Stadtverwaltung viele Vorteile: Das Stadthaus wird derzeit vom Fachbereich Bürgerservice genutzt. Viele Bürger suchen derzeit das Stadthaus ohnehin für Termine mit der Stadtverwaltung auf. Das Team des Impfzentrums wird fortlaufend wartende Bürger ansprechen und auf das Angebot einer Impfung hinweisen. Vorteile bringt auch die Tatsache, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Berufsschulen liegen. Hinter dem Stadthaus an der Girmesgath gibt es zudem ausreichend Parkplätze für Personen, die mit dem PKW anreisen. Direkt vor dem Stadthaus liegt für den ÖPNV die Haltestelle Girmesgath, die von den Buslinien 057 und 061 aus Richtung Innenstadt angefahren wird.

Zahlenbilanz des Impfzentrums Sprödentalplatz

Eine abschließende Zahlenbilanz des Impfzentrums Sprödentalplatz ermittelt aktuell die Kassenärztliche Vereinigung. Die vorläufige Auswertung zeigt: Im Impfzentrum Sprödentalplatz sind insgesamt rund 177.077 Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen worden (Stand: 27. September). In den Krefelder Arztpraxen wiederum sind insgesamt 148.769 Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen worden. 55 Prozent der Impfungen wurden in Krefeld somit im Impfzentrum vorgenommen. Damit unterscheidet sich Krefeld vom Trend in NRW: Wie die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein ermittelt hat, wurden in ihrem Bereich im Schnitt 44 Prozent aller Impfungen im Impfzentrum vorgenommen, der Rest bei den Ärzten.

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