A-Gang-Künstler öffnen an November-Sonntagen ihre Ateliers

Die Künstler des A-Gangs stellen das Programm vor. Foto: Stadt Krefeld
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Die Künstler des A-Gangs öffnen an den beiden Sonntagen, 7. und 14. November, ihre Ateliers – und die Freude darüber ist bei allen Beteiligten sehr groß. „Diesmal klappt es hoffentlich – auch mit Maske“, so stellvertretend Jari Banas für alle Künstler. Wegen der Pandemie mussten drei A-Gang-Termine abgesagt werden, unter anderem der 50. Jubiläums-Rundgang. In den Ateliers wurde in den vergangenen Monaten aber weiterhin gearbeitet, und zahlreiche Bilder, Keramiken, Comics, Plastiken, Grafiken, Fotografien und Schmuck wurden erschaffen. Die Besucher können sich nun auf 18 Künstler in zwölf Ateliers und ein breites Spektrum an Themen, Materialien sowie Formen freuen, die an den beiden Sonntagen jeweils von 11 bis 18 Uhr einen Einblick in ihr Schaffen und Leben geben. Die Veranstaltung wird vom Kulturbüro der Stadt Krefeld unterstützt.

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Mit einem hoch aktuellen Thema setzt sich Antje Schwittmann-Schops vom Atelier Feuerfest bei diesem Rundgang auseinander. „Ich habe Tierskulpturen von verschwundenen Arten angefertigt“, so die Keramikerin. Hinter dem Titel „Perdu-Verloren“ verbergen sich jene Objekte, die unwiederbringlich ausgestorbene Spezies in den Fokus rücken. Ganz im Zeichen des Tons stehen auch die Arbeiten von Rieke Hartwig im Atelier Feuerfest an der Inrather Straße 697a. Sie hat Wandreliefs und Bildplatten auf der Grundlage von Fotos maroder Gebäude erstellt. Durch keramische Drucktechniken oder die Integration der Fotos in die Objekte wird „Fotografie zu Keramik“. Für ihre Gastkünstlerin Beate Kratzenstein bilden Strukturen aus der Natur die Inspiration für ihre Arbeiten.

Die Corona-Pandemie hat den überwiegend in den Niederlanden lebenden Künstler Christof Legde zu verschiedenen Projekten inspiriert. „Die Strände waren frei von Menschen, der Himmel frei von Flugzeugen“, schildert Legde. Dieser freie Horizont beeinflusste seine neuen Arbeiten von „Weites Land“. Vom Deich aus auf die Wirren der Welt schauend, wird er in seinen teils großformatigen Acrylbildern und Assemblagen zum Chronisten der Veränderung. Im Außenbereich seines Studios an der Ortmannsheide 185 zeigt er das umfangreiche plastische „Ikarus-Projekt“ mit Objekten, die aussehen, als ob sie fliegen könnten. „Aber sie heben nicht ab“, so Legde. Zudem widmet er sich mit „Mare Nostrum“ den Flüchtlingen im Mittelmeer.

Gast des A-Gangs in der Pförtnerloge der Fabrik Heeder ist Kim Jakob Lares. Im Rahmen von „designkrefeld sichtbar“ der Hochschule Niederrhein zeigt er eine seine „Lichtinstallation an der Virchowstraße 130. Der A-Gang-Jubiläumskatalog liegt in allen Ateliers aus. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen. Der Zugang zu den Ateliers ist unter der 3G-Regelung und dem Tragen eines Mund-Nase-Schutzes möglich.

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