Gesamtschule Oppum: Umbau und Erweiterung für 23,6 Millionen Euro

Der neue Gebäudetrakt D der Gesamtschule Oppum in der Außenansicht. Fotos: Stadt Krefeld Fotograf: Dirk Jochmann ©, 47807 Krefeld
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Der Umbau und die Erweiterung der ehemaligen Realschule am Sandberg in Oppum zur fünften städtischen Gesamtschule ist mit 23,6 Millionen Euro das größte Einzelprojekt des Krefelder Kita- und Schulbauprogramms. Im Auftrag der Stadt ist an der Schmiedestraße nach der Planung der Firma SSP ein klar organisierter, zusammenhängender Schulkomplex aus bestehenden Gebäuden und Erweiterungsbauten entstanden. Die Kosten des im August fertiggestellten Neubaus D betrugen rund 13,5 Millionen Euro. Der Baukörper bietet Raum für Unterrichts-, Differenzierungs- und Inklusionsräume für die älteren Klassenstufen, Musik-, Kunst- und PC-Räume, ein Selbstlernzentrum und das Lehrerzimmer. Integriert ist zudem eine Aula mit bis zu 400 Sitzplätzen (weitere 100 Plätze auf der Empore im ersten Obergeschoss) und einer Bühne mit Bühnentechnik sowie eine Mensa mit 150 Sitzplätzen mit Küche und Kiosk. Mehr als 700 Schüler und Lehrer finden im neuen Gebäude Platz, insgesamt ist in der Gesamtschule Oppum nun ein fünfzügiger Unterricht für mehr als 1.100 Schülern möglich.

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Bei der Besichtigung des mit dem neuen Schuljahr in Betrieb genommenen Gebäudeteils D freute sich Oberbürgermeister Frank Meyer über den architektonisch repräsentativen Baukörper: „Bereits 2015/2016 haben wir die Erweiterung dieser Schule wie auch viele weitere Kita- und Schulbaumaßnahmen in Krefeld sehr konsequent auf einen Weg gebracht. Die Fortschritte, die wir seitdem erzielt haben, werden an Orten wie diesem deutlich: Wir sind vom Planen längst ins Handeln und Bauen gekommen – und das wird überall im Krefelder Stadtgebiet sichtbar“. Er dankte dem Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) für seine Arbeit. Bereits 2020 hatte das ZGM die ersten Umbauarbeiten am Schulkomplex fertiggestellt – im Januar den Umbau des Gebäudes C und im August dort den Neubau des eingeschossigen Werkstattgebäudes. Im Dezember war der Umbau des Gebäudes B abgeschlossen. „Ab Oktober beginnen die Bauarbeiten für den letzten Bauabschnitt Umbau Gebäude A. Sie sollen bis zum Beginn des Schuljahres 2022/2023 abgeschlossen sein“, berichtete ZGM-Leiter Rachid Jaghou. Die Gebäudeteile A bis C seien zu 90 Prozent aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes finanziert, für den Neubau D gebe es eine hundertprozentige Finanzierung aus dem Förderprogramm des Landes NRW Gute Schule 2020, so Jaghou.

Umbauarbeiten erfolgten im laufenden Schulbetrieb

Die Umbauarbeiten an den bestehenden Gebäuden und der Neubau zweier zusätzlicher Gebäudeteile erfolgten im laufenden Schulbetrieb in mehreren Abschnitten und in enger Abstimmung mit der Schulleitung. Auch in die Planung wurden Schulleitung und Lehrerschaft zuvor mit einbezogen. Immerhin führten die umfangreichen Bautätigkeiten zu Veränderungen im Schulleben, in dem das neue pädagogische Konzept der Stadt Krefeld für Schulen umgesetzt werden soll. „Wie wir Schulen gestalten, hat maßgeblich damit zu tun, wie die pädagogischen Lerninhalte transportiert werden“, erläuterte Stadtdirektor und Schuldezernent Markus Schön dazu. Es gehe auch darum, mit optimalen Lern- und Lehrbedingungen zusätzliche Motivation zu schaffen.

Neben 39 Klassenräumen befinden sich im Gebäudeteil D unter anderem 18

Inklusionsräume, zwei Seiteneinsteigerklassen, neun naturwissenschaftliche Räume, Büros und Arbeitsplätze für 120 Lehrer sowie ein Selbstlernzentrum. Es gibt erweiterte Flurzonen vor den Unterrichtsräumen mit Lernnischen und offenen Räumen. Die Klassenräume, Fach-, Inklusions- und Differenzierungsräume haben transparente Wände zum Flurbereich. „Die Kinder müssen lernen, im Team zu arbeiten und benötigen hierfür Rückzugsmöglichkeiten“, erklärte Schulleiterin Birgit Oelmüllers-Hoff beim Rundgang durch das Gebäude. Beim Lerninselmodell seien die Flure auch Lernräume. Die Schulleiterin freut sich zudem über die gute digitale Ausstattung. Mittlerweile seien alle Lehrkräfte mit iPads ausgestattet, in allen Klassen-, Differenzierungs- und Inklusionsräume befänden sich Smartboards, so Oelmüllers-Hoff.

Alle Klassenräume werden zudem natürlich belüftet. Der Südflügel des Neubaus D erhält ein Gründach im Anschluss an die Dachterrasse. Das Regenwasser aller Gebäude und Schulhofflächen wird komplett in unterirdischen Entwässerungsanlagen auf dem Grundstück versickert.

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