Hilfen für Menschen ohne Obdach in der kalten Jahreszeit

Ein obdachloser Mann. Foto: Apollo 22 / Pixabay
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Vor Beginn der kalten Jahreszeit hat der städtische Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden Caritas Krefeld und Diakonie Krefeld und Viersen sowie der Emmaus-Gemeinschaft Krefeld Hilfsangebote entwickelt für Menschen in Krefeld, die in den Wintermonaten auf der Straße leben. „Die Gründe für ein Leben auf der Straße sind unterschiedlich“, weiß Sozialdezernentin Sabine Lauxen, „manche Menschen können einfach kein Dach über dem Kopf ertragen, bei anderen steckt eine Suchtproblematik dahinter. Wir wollen mit verschiedenen niederschwelligen Angeboten die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen abdecken, um sie vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren „, sagt sie. Für die kommenden Monate haben die Akteure ein breites Angebot an Unterkünften für die Nacht und auch tagsüber für rund 80 Menschen ohne Obdach ausgearbeitet. Zudem sind die Streetworker verstärkt unterwegs.

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Obdachlosenunterkunft an der Feldstraße im Winter auch tagsüber geöffnet

Die Stadt Krefeld hat die Obdachlosenunterkunft an der Feldstraße im Winter auch tagsüber geöffnet. Neben den Übernachtungsräumen für rund 50 Personen stehen zwei bis drei Aufenthaltsräume über Tag zur Verfügung, ebenso wie die Hygieneräume und Waschmaschinen. „Die Diakonie wird das Haus an der Lutherstraße 18, das viele Jahre bis Mitte 2020 als Notschlafstelle diente, ab Montag, 22. November, wieder für Übernachtungen öffnen für circa 20 Personen“, berichtet Diakonie-Geschäftsführer Ludger Firneburg. Der Tagesaufenthalt mit den dazugehörigen Angeboten laufe weiter wie gewohnt. Parallel weite die Bahnhofsmission ihre Öffnungszeiten in die Abend- und Nachtstunden aus, so Firneburg.

Sollten die Aufenthaltsmöglichkeiten tagsüber an der Feldstraße und der Lutherstraße nicht ausreichen, will die Caritas Krefeld das Café Pause am Westwall als „Wärmestube“ anbieten und dort die Öffnungszeiten ausweiten. In Absprache mit dem Fachbereich Gesundheit wird zudem die Notschlafstelle an der Melanchthonstraße, die in Corona-Zeiten nur für acht Personen ausgelegt ist, wieder auf volle Kapazität (elf Personen) hochgefahren. „Die Streetworker der Caritas und auch der Diakonie sind außerdem bei niedrigen Temperaturen an zwei Nächten in der Woche von 22 bis 2 Uhr mit einem Bus der Diakonie unterwegs. Sie fahren zu den bekannten Orten im Stadtgebiet, an denen Menschen draußen ihr Nachtlager aufschlagen“ berichtet Caritas-Vorstand Delk Bagusat. So seien die Sozialarbeiter noch mobiler und können Schlafsäcke, Decken, warme Jacken und andere Hilfsmittel transportieren.

Tagestreff an der Tannenstraße: Warmer Aufenthalt, Essen und Kleiderausgabe

Auch die Emmaus-Gemeinschaft Krefeld ist Teil der Kooperationsgruppe. „In unserem Tagestreff an der Tannenstraße konnten die Besucher bereits im Vorfeld ihren größten Bedarf auflisten. Dazu gehörten Schlafsäcke, warme Kleidung und ein warmer Aufenthaltsort“, berichtet Elisabeth Kreul von der Emmaus-Gemeinschaft. In den Wintermonaten öffnet das ehrenamtliche Team deshalb den Treff bis 18 Uhr. Hier gibt es die Möglichkeit eines warmen Aufenthalts, Essen und auch eine Kleiderausgabe. „Für Krefeld haben wir hiermit eine gute Lösung gefunden“, fasst Sabine Lauxen die Angebote der Kooperationspartner zusammen. „Es wird niemand in die Kälte geschickt, und niemand muss auf der Straße bleiben“.

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