Hochbau: Investitionen summieren sich auf 900 Millionen Euro

Ansicht des Neubaus von der Gladbacher Straße. Foto: Stadt Krefeld
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Die Vergangenheit aufarbeiten, in der Gegenwart handeln, für die Zukunft gestalten – unter diesen Aspekten steht die nun vorgestellte Aufstellung der „Investiven Hochbauprojekte“ der Stadt Krefeld. Sie umfasst alle anstehenden Projekte im Hochbau in Bildung, Kultur, Sport, Soziales und Sicherheit. „Eine derartige Vorhabenliste hat es für die Stadt Krefeld noch nicht gegeben. Es geht um Transparenz, Offenheit und eine Systematisierung des Verwaltungshandelns“, so Oberbürgermeister Frank Meyer. Die Gesamtsumme beträgt rund 900 Millionen Euro.

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Am kommenden Mittwoch, 17. November, wird die Investitionsliste in der öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses Zentrales Gebäudemanagement behandelt. Die Zahlen beruhen aktuell auf Schätzungen und Annahmen. „Es geht darum, dass wir uns ehrlich machen, wie bereits mit dem Investitionsprogramm für die Schulen und die Sportstätten“, betont Meyer. Diese Liste sei nicht nur ein Ausdruck eines Investitionsstaus nach 25 Jahren Haushaltssicherung in Krefeld, sondern auch einer strukturellen Unterfinanzierung von Großstädten, die hier finanzielle Hilfe benötigen.

Zusammen mit den Beigeordneten Ulrich Cyprian (Finanzen) und Markus Beyer (Bau/Planung) sowie Rachid Jaghou, dem Betriebsleiter des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM), stellte der Oberbürgermeister die Liste vor: Schulneubauten und Erweiterung: 343,9 Millionen Euro; Kita-Neubauten unter anderem in Gellep-Stratum: 58,8 Millionen Euro; Sanierung des Stadttheaters: 70 Millionen Euro; Sanierung des Bockumer Hallenbades: 37,5 Millionen Euro; neue Feuerwehrwachen in Uerdingen und Gellep-Stratum: 28 Millionen Euro. „Es handelt sich um eine ‚lebendige Liste‘. Sie wird in den kommenden Jahren immer wieder ergänzt und verändert werden müssen“, sagt Beyer. Unterm Strich summieren sich zurzeit die Vorhaben auf geschätzte 900 Millionen Euro. Für die überwiegende Mehrheit der Projekte müssen noch Grundlagen, wie der Standort, ein Raumprogramm oder die Machbarkeit ermittelt werden. Hier bedarf es weiterer Konkretisierungen. „Aus diesen Gründen dient die Übersicht lediglich als Orientierung für Beratungen und Priorisierungen von Projekten“, bemerkt Jaghou. Knapp 150 Millionen Euro seien aber bereits im Haushalt (Wirtschaftsplan ZGM) abgebildet. Bei diesen Vorhaben sei die Planung schon weiter. „Wir können andere Projekte jedoch erst in den Haushalt einbringen, wenn deren Planungen auch konkreter sind“, erklärt Cyprian.

Die nun vorgestellten blanken Kosten für die Investitionen zur baulichen Umsetzung beinhalten naturgemäß noch nicht erwartete Spareffekte, die beispielsweise durch nachhaltiges und energieoptimiertes Bauen und damit verbundene Förderungen realisiert werden sollen. Auch Zuschüsse oder andere Fördermöglichkeiten sind nicht einberechnet und werden zu positiven Effekten führen. Gleiches gilt für mögliche privat-öffentliche Partnerschaften bei Bauvorhaben, welche städtische Kosten senken würden. Projekte aus dem Klimaschutz, der Stadt- und Verkehrsplanung sowie den Sportfreianlagen werden separat zusammengestellt und in die jeweiligen Fachgremien eingebracht. Nach Beratung erfolgt eine Zusammenführung zu einer Gesamtübersicht.

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