Krefelder Stadtverwaltung prüft weiteren Ausbau des Impfangebote

- Werbung -

Die Nachfrage nach dem Impfangebot in der Impfstation am Stadthaus in Krefeld steigt kontinuierlich. Die Stadtverwaltung wird deshalb das Impfangebot weiter ausbauen. „Wir befinden und als Stadt Krefeld in der glücklichen Lage, uns nach der vom Land verfügten Schließung der Impfzentren am 30. September für die Fortführung eines stationären Angebots an einem festen Ort und gegen alleinige mobile Impfungen entschieden zu haben. Diese Krefelder Lösung ist niederschwellig, man kann ohne Termin kommen“, sagt Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Das Land hatte Krefeld für diese Regelung eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

- Werbung -

„Gegenwärtig sehen wir, dass viele Leute dieses verlässliche Angebot schätzen und die Nachfrage insbesondere nach Booster-Impfungen täglich steigt. Wir werden deshalb das Impfangebot in der Impfstation am Stadthaus weiter ausbauen und prüfen derzeit auch, einen zweiten Standort für ein Impfangebot in Krefeld zu eröffnen“, sagt Sabine Lauxen. Die Stadtverwaltung folgt damit dem neuen Erlass des Landes NRW vom 9. November, nach dem nun wieder ein „ergänzendes, dezentrales und regionales“ Impfangebot in allen Kommunen bereitgehalten werden kann. Lauxen betont dabei, dass eine feste Anlaufstelle für die Impfungen weiterhin auch die Hausärzte seien – so wie auch das Land NRW in seinem neuen Erlass. Bei der Impfstation der Stadtverwaltung am Stadthaus handele es sich um ein ergänzendes Angebot der Impfkampagne. „Dort ist neben dem Impfcontainer bereits ein Wartezelt errichtet worden, auch eine zweite Impfstraße wird eröffnet“, sagt Sabine Lauxen.

Ein generelles Impfangebot für alle Erst- und Zweitimpfungen besteht aktuell montags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 18 Uhr. Speziell nur für Auffrischungsimpfungen können die sogenannten vulnerablen Gruppen, also ältere Personen und Menschen mit besonderen Vorerkrankungen, die Impfstation am Donnerstag dieser Woche von 14 bis 18 Uhr besuchen. Ab der kommenden Woche werden die Impfzeiten erweitert: Dann bietet die Impfstation dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr Booster-Impfungen für die vulnerablen Gruppen an. Geimpft werden Biontech und Moderna.

Warteschlange der Impfstation

Am Dienstag hatte es an der Impfstation viele Wartende gegeben. Einige Personen konnten an diesem Tag nicht geimpft werden, weil die Nachfrage an diesem Tag außergewöhnlich hoch war. „Wir haben bereits die Kapazitäten erhöht und die Impfzeiten ausgeweitet. Und wir können ab nächster Woche den Impfstoff auch wieder flexibler bestellen – derzeit können wir alle zwei Wochen beim Bund bestellen und damit auf unerwarteten Andrang nicht schnell reagieren“, sagt Lauxen. Priorität hat für die Stadtverwaltung derzeit, dass die angeschriebenen Personen im Alter von über 90 Jahren und über 80 Jahren eine Booster-Impfung erhalten.

Sabine Lauxen: „Hier ist es mir nochmal wichtig darauf hinzuweisen, dass die Hausärzte die erste Anlaufstelle für alle Impfwilligen sind. Unsere Impfstation ist als ein zusätzliches niederschwelliges Angebot ohne die Notwendigkeit eines Termins eingerichtet worden – und nicht als Ersatz für den Gang zum Arzt. Deswegen wird es dort auch weiterhin zu Wartezeiten kommen können“.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt gegenwärtig COVID-19-Auffrischungsimpfungen für Personen ab 70 Jahren, Personen mit Immundefizienz, Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe, Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patienten-Kontakt sowie für Personen mit einer mindestens vier Wochen zurückliegenden Impfung des Impfstoffs der Firma Johnson & Johnson. Ergänzend können laut NRW-Gesundheitsministerium (MAGS) im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten und nach ärztlicher Beurteilung und Entscheidung Auffrischungsimpfungen grundsätzlich allen Personen angeboten werden, die diese nach Ablauf von sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie wünschen.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter stark an

Die Gesamtzahl bestätigter Corona-Infektionen in Krefeld ist am Mittwoch, 10. November (Stand: 0 Uhr), um 80 gestiegen. Der städtische Fachbereich Gesundheit hat bisher insgesamt 14.809 Corona-Infektionen gemeldet. Genesen sind inzwischen 14.231 Personen, fünf neu seit dem Vortag. Als aktuell infiziert gelten 387 Personen, 75 mehr als am Vortag. 191 Todesfälle hat es bisher in Krefeld im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, liegt für Krefeld bei 152,5. Gegenüber dem Vortag (128,3) steigt sie deutlich an. In Krefelder Krankenhäusern liegen aktuell 21 Personen nach einer Corona-Infektion, sieben von ihnen auf der Intensivstation. Einer dieser Patienten muss auch beatmet werden.

Aus den Schulen wurden folgende neue Coronavirus-Infektionen gemeldet (in den oben genannten Fallzahlen enthalten): Jeweils einen neuen Corona-Fall verzeichnen die Freie Waldorfschule, die Grundschule an der Burg, die Mosaikschule am Standort Felbelstraße und das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. Für enge Kontaktpersonen ist häusliche Quarantäne angeordnet worden.

- Werbung -