Museum Burg Linn: Beuys-Ausstellung endet am 14. November

Das Museum Burg Linn zeigt noch bis Sonntag, 14. November, die Kabinett-Ausstellung „Beuys don't cry" als Einführung in Beuys' Wirken in Krefeld und der Region. Foto: Stadt Krefeld
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Das Museum Burg Linn zeigt noch bis Sonntag, 14. November, die Kabinett-Ausstellung „Beuys don’t cry“ als Einführung in Beuys‘ Wirken in Krefeld und der Region. Beuys ist tief verwurzelt mit dem Niederrhein. Das beginnt natürlich mit der Geburt beziehungsweise dem Geburtsort. In diversen Biographien und vom Künstler selbst werden die Umstände und der Ort anders wiedergegeben, als es den Tatsachen entspricht. In der Ausstellung „Beuys don’t cry“ wird das Rätsel um dem Geburtsort Krefeld erläutert, warum Beuys in seinem künstlerischen Werklauf/Lebenslauf nur Kleve nennt. Ferner werden zwei für Beuys wichtige Freundschaften dargestellt: Zu den Brüdern Hans und Franz Jospeh van der Grinten aus Kranenburg und dem Schriftsteller Adam Reinhard Lynen aus Krefeld. Während die Freundschaft zu den Brüdern reichlich bekannt ist, geriet die enge Beziehung zu Lynen weitestgehend in Vergessenheit.

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Beuys und Lynen lernten sich Ende der 1940er-Jahre im Umfeld der Kunstakademie Düsseldorf kennen. Die Beziehung zu Lynen war Beuys so wichtig, dass er sie in seinem Werklauf/Lebenslauf aufführt. Lynen lebte über längere Phasen als Vagabund und reiste mit einfachsten Mitteln um die Welt. Er kehrte aber immer wieder nach Krefeld zurück und wohnte dort zeitweise mit Beuys in einer Hütte an einem Altrheinarm zusammen. Erstmals wird in einem Museum nun über das abenteuerliche Leben und das bis auf ein Buch bislang unveröffentlichte schriftstellerische Werk von Lynen berichtet. In der Ausstellung „Beuys don’t cry“ werden die Themen Beuys und die Musik, sein Wirken als Lehrer im Zusammenhang mit den Schülern Anatol und Norbert Tadeusz sowie sein politisches Engagement für die Grünen auf. Dabei wird stets ein lokaler oder regionaler Bezug hergestellt. Zeitgenössische Zeitungsberichte ergänzen Ausstellungsobjekte und vermitteln einen Eindruck von den damaligen Diskussionen um und über Beuys. Die Besucher sollen so neugierig gemacht werden, den Künstler auch an anderen Orten am Niederrhein zu entdecken.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt in die Krefelder Museen. Weitere Informationen über die Ausstellungen und das Rahmenprogramm stehen unter www.museumburglinn.de sowie über das Beuys-Jahr in Krefeld unter www.krefeld.de/beuys2021.

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