Prinz Lars I. und Prinzessin Monique I. übernehmen die Macht

Prinz Lars I. und Prinzessin Monique I. haben von Oberbürgermeister Frank Meyer den Rathaus-Schlüssel erhalten. Foto: Stadt Krefeld
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Nach einem Jahr Corona-Pause ist der Karneval zurück in Krefeld. Standesgemäß übernahmen Prinz und Prinzessin am 11. November die Macht im Rathaus – wenn auch nach zähem Ringen. „Jedes Jahr das gleiche. Da kommen zwei mit einer Mütze auf dem Kopf und wollen den Rathausschlüssel. Aber das können sich die beiden abschminken“, so Oberbürgermeister Frank Meyer. Die beiden, Prinz Lars I. und Prinzessin Monique I. (Czichon), boten dem Verwaltungschef im Gegenzug an, während der jecken Tage, also bis Aschermittwoch, stattdessen ihre Firma, ein Karosserie- und Lackierfachbetrieb, als Praktikant zu leiten. Seine Qualitäten musste er zuvor in voller Maler-Montur an einer Leinwand unter Beweis stellen. „Bei diesem Termin lerne ich stets neue Facetten an mir kennen. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Sprach´s – und rückte den Schlüssel bereitwillig heraus.

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Zuvor lernten die knapp 80 anwesenden Gäste – mehr waren aufgrund der aktuellen Situation nicht zugelassen – den Prinzen und die Prinzessin dank zweier Laudationen besser kennen. Just an dem Tag, an dem die Prinzessin das Licht der Welt erblickte, stieg der Song „Sugar baby love“ auf Platz eins der Charts. „Sie muss also ein zuckersüßes Baby gewesen sein“, so Iris Wefers. Die beste Freundin des närrischen Oberhaupts erzählte von gemeinsamen Kindersitzungen im Stadtwaldhaus, aber auch von den kleinen Sünden der Prinzessin: Thunfischbrötchen und Muscheln „Rheinischer Art“ gehören dazu, ebenso wie das Dschungelcamp. Melissa, die Tochter des Prinzenpaares, deckte dann unverhohlen auf, dass ihr Vater zwar liebenswert sei, aber auch vergesslich und unorganisiert. „Die besten Voraussetzungen, um eine Firma zu leiten.“ Bestes Beispiel: Seit vier Monaten gibt es einen Whirlpool im Hause Czichon, angeschlossen ist er jedoch nicht. „Es müssen vorher noch umfangreiche elektronische Arbeiten erledigt werden. Kurz: Es fehlt eine Steckdose.“

Traditionell stellte das Prinzenpaar seine Minister und Adjutanten vor und erhielt aus den Händen der Gesellschaften Kette, Mütze und Diadem sowie die Pokale und Paiasse. Eine kleine Überraschung gab es zum Ende noch durch Erwin Lichtenberg vom Krefelder Karnevals-Archiv. Er hatte nach tiefer Recherche herausgefunden, dass auch die Krefelder Prinzessin wie ihre Amtskolleginnen in Düsseldorf (Venetia) oder Mönchengladbach (Niersia) einst einen exklusiven Namen trug: Krefeldia. „Monique I. ist damit die erste nach langer Zeit, die hiermit wieder diesen Namen trägt“, so Lichtenberg, der der neuen Namensträgerin einen entsprechenden Orden und Urkunde verlieh. Helau!

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