Putzen der Krefelder Stolpersteine am 6. November

Stolpersteine für die Familie Gompertz. Foto: Stadt Krefeld
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Der Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung auf deutschem Gebiet jährt sich am 9./10. November zum 83. Mal. In dieser Nacht wurden Synagogen angezündet, Geschäfte und Wohnungen von jüdischen Bürgern zerstört. Diese vom nationalsozialistischen Regime organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen werden heute als Beginn der Shoa gesehen, des systematischen Massenmords an der jüdischen Bevölkerung Europas. Aus diesem Anlass ruft der Förderverein Villa Merländer am Samstag, 6. November, zum Putzen der Krefelder Stolpersteine auf.

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Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, ermordet, deportiert oder in den Suizid getrieben wurden. Treffpunkt ist um 13 Uhr im Garten der Villa Merländer, Friedrich-Ebert-Straße 42. Dort gibt Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, eine Einführung in das Stolpersteinprojekt. Anschließend werden Gruppen für die in den verschiedenen Stadtgebieten zu putzenden Steine eingeteilt. Putzmittel werden vom Förderverein zur Verfügung gestellt. Zudem gibt es die Gelegenheit, die Sonderausstellung „Die Kommissare“ in den Räumen der Villa Merländer anzusehen.

Sollte es jemandem nicht möglich sein, an der Veranstaltung teilzunehmen, kann man natürlich auch im Privaten putzen – sowohl an diesem als auch zu jedem anderen Zeitpunkt. Gerne kann auch eine feste Patenschaft für einen oder mehrere Steine übernommen werden.

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