Stadtdirektor Schön bedauert neue Entscheidung des Landes zu Masken

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Die NRW-Landesregierung hat der dringenden Bitte der Stadt Krefeld, an den Krefelder Schulen eine Maskenpflicht am Sitzplatz für die Klassen bis einschließlich der Jahrgangsstufe sechs zu ermöglichen, eine Absage erteilt. Über diese Entscheidung ist die Stadt Krefeld am Mittwochabend schriftlich durch das NRW-Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit (MAGS) informiert worden. Die Stadtverwaltung hatte beim Land NRW um die Genehmigung für die Aufstellung einer Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I bis zur 6. Klasse gebeten und dies damit begründet, dass die Corona-Fälle insbesondere in der Altersgruppe bis zwölf Jahre gehäuft auftreten und die Kinder dieser Altersgruppe keinen Impfschutz haben. Die räumliche Situation an den Schulen sei beengt und damit potenziell infektionsgefährdend.

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„Das RKI stellt fest, dass durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung die Exposition im Nahfeld gemildert werden kann. Dies entspricht auch den statistischen Auswertungen über das Infektionsgeschehen in Krefeld vor und nach Einführen der Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung“, schrieb die Stadt im Entwurf ihrer Allgemeinverfügung. Das Lüften sei zudem im beginnenden Winter bei sinkenden Temperaturen schwieriger möglich. Die Stadt Krefeld will möglichst viel Präsenzunterricht für die Schulkinder möglich machen und sieht in der Maskenpflicht das geeignete Mittel, die Zahl der Quarantänen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Die Stadtverwaltung war mit dem erneuten Vorstoß in Düsseldorf auch einem Wunsch des Schulgipfels gefolgt, in dem sich sowohl die Sprecher der Schulformen als auch der Jugendbeirat für eine Beibehaltung der Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen ausgesprochen hatten. Diesem Ansinnen ist die NRW-Landesregierung allerdings nicht nachgekommen. Man sehe in Krefeld kein vom Landestrend abweichendes Infektionsgeschehen, teilte das Land schriftlich mit. Es gelte auch in Krefeld die landesweite Abschaffung der Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen.

Krefelds Stadtdirektor Markus Schön kommentiert: „Die erneute Ablehnung der Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 durch die Landesregierung macht angesichts der exponentiell steigenden Corona-Fallzahlen fassungslos. Die Landesregierung hält nach eigener Aussage an vor Wochen und Monaten getroffenen Entscheidungen fest, die angesichts der hohen Infektionszahlen nicht mehr nachvollziehbar sind. Die Zeit zu handeln wurde wieder einmal verpasst.“ Der Stadtdirektor äußert sein Bedauern über die Entscheidung, die insbesondere Auswirkungen auf den Schulbetrieb hätten: „Leidtragende sind wie im vergangenen Winter bereits vor allem Familien mit schulpflichtigen Kindern. Wer wie Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer sagt, die Schulen wieder in die Normalität führen zu wollen, verkennt den Ernst der Lage. Die Landesregierung muss endlich dazu bereit sein, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um Schulen über den Winter offen zu halten. Dazu gehört eine Maskenpflicht im Klassenraum, damit Kinder und Lehrkräfte geschützt werden.“

Erneut zahlreiche Corona-Infektionen an Krefelder Schulen

In den Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) gibt es weiterhin viele Infektionen und daraus resultierende Quarantänen für enge Kontaktpersonen. Fünf weitere Corona-Infektionen sind an der Gesamtschule Oppum bekannt geworden. Sechs COVID-19-Fälle gibt es an der Grundschule Königshof, drei COVID-19-Fälle an der Grundschule Krähenfeld, Standort Horkesgath, zwei COVID-19-Fälle an der Buchenschule und jeweils einen COVID-19-Fall an der Mariannenschule, der Freien Waldorfschule und der Kita Dieselstraße. Bei all diesen Kitas und Schulen wurden auch Quarantänemaßnahmen von Kontaktpersonen angeordnet. Weitere Infektionen – ohne daraus resultierende Quarantänen – wurden in Klassen oder Gruppen folgender Einrichtungen am Donnerstag bekannt: drei Fälle im Berufskolleg Glockenspitz, zwei Fälle in der Brüder-Grimm-Schule und jeweils ein Fall im Berufskolleg Kaufmannschule, in der Gesamtschule Oppum und der Grundschule Königshof sowie in der Kita Westwall. Insgesamt sind dies 24 neue Infektionen am Donnerstag.

Die Gesamtzahl bestätigter Corona-Infektionen in Krefeld ist am Donnerstag, 18. November (Stand: 0 Uhr), um 97 gestiegen. Der städtische Fachbereich Gesundheit hat bisher insgesamt 15.341 Corona-Infektionen gemeldet. Genesen sind inzwischen 14.506 Personen, zwölf neu seit dem Vortag. Als aktuell infiziert gelten 642 Personen, am Vortag waren es 557 Personen. 193 Todesfälle hat es bisher in Krefeld im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, liegt für Krefeld bei 203,7. Gegenüber dem Vortag (193,1) steigt sie somit leicht. In Krefelder Krankenhäusern liegen aktuell 24 Personen nach einer Corona-Infektion, fünf von ihnen auf der Intensivstation. Einer dieser Patienten muss auch beatmet werden.

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