Stadtrat bringt mit breiter Mehrheit den „Affenpark“ auf den Weg

Die Gorillafamilie um Kidogo, Milili mit Boboto, Pepe und Tambo (von links). Foto: Zoo Krefeld
- Werbung -

Der Stadtrat hat das neue „Artenschutzzentrum Affenpark“ im Krefelder Zoo auch politisch auf den Weg gebracht. Mit breiter Mehrheit wurden die Finanzierung des ersten Bauabschnitts genehmigt und die weitere Kostenplanung zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung ist nun beauftragt, für die weiteren Bauabschnitte sämtliche Finanzierungsmöglichkeiten durch Drittmittel auszuloten und ein Gesamtkonzept für die städtischen Anteile vorzulegen. Der Bau des neuen Affenparks soll bis 2029 in vier Bauabschnitten erfolgen und rund 28 Millionen Euro kosten. Etwa 17,4 Millionen Euro soll die Stadt übernehmen, der Rest stammt aus Spenden, der Versicherungssumme und Mitteln der Zoofreunde.

- Werbung -

Auf der zwei Hektar großen Fläche von der „Zoo-Brücke“ bis zur Berliner Straße sollen mehrere Warmhäuser mit umgebenden Außenanlagen für die drei großen Menschenaffenarten entstehen. Das „Artenschutzzentrum Affenpark“ soll in vier zeitlich aufeinanderfolgenden Bauabschnitten realisiert werden. Dieser Zeithorizont ermöglicht zum einen die Akquise weiterer Investitionsmittel durch die Zoo Krefeld gGmbH und den Zoofreunde Krefeld, zum anderen belastet keine über Jahre andauernde Großbaustelle den Zoo, seine Bewohner und die Besucher.

Im Bauabschnitt 0 wird in Kürze der „Gorilla-Garten“ auf 2.000 Quadratmeter erweitert, damit die Gruppe um Silberrücken Kidogo weiterwachsen kann. Die 720 Quadratmeter große Erweiterungsfläche wird mit Trockengraben, Kunstfelsrückwand und einer naturnahen Gestaltung mit Naturboden, Bepflanzung, Klettergerüsten und Rückzugsmöglichkeiten gebaut. Die Bruttokosten für Planung und Bau belaufen sich gemäß einer Kostenschätzung auf insgesamt rund 800.000 Euro, eine Fertigstellung in 2022 ist laut Zoo realistisch.

Im Bauabschnitt 1 wird ein multifunktionales Menschenaffenhaus gebaut, das aus zwei Abteilungen besteht, die jeweils mit einer großräumigen Außenanlage verbunden sind. Hier wird die neu aufzubauende Gruppe der Schimpansen leben, deren Gründertiere die beiden den Brand überlebenden Schimpansen Bally und Limbo sein werden. Des Weiteren werden pubertäre männliche Gorillas, die aus der Zuchtgruppe entwöhnt wurden (Junggesellengruppe) und eine mit den Gorillas zu vergesellschaftende Meerkatzen- oder Mangabenart hier gehalten. Die Kostenschätzung für Planung und Bau beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro, bei zeitigem Baubeginn 2022 könnte das Projekt 2023 abgeschlossen werden.

Die folgenden Bauabschnitte schaffen kombinierte Innen- und Außenanlagen für die Orang-Utans, eine hochbedrohte Gibbon-Art und weitere Schimpansen. Ab 2030 könnten optional weitere Ausbaustufen erfolgen: eine zusätzliche Erweiterung der Gorillaanlage und ein begehbares Tropenhaus für bedrohte kleinere Affenarten. Diese Projekte sind bislang nicht in der Planung und Kostenschätzung enthalten.

- Werbung -