Weihnachtsmarkt auf neuen Wegen: „Made in Krefeld“ wird größer

Isabell Schnabel vom Café „Geschwisterherzen", Filz-Produzentin Manuela Salewski und Claire Neidhardt vom Stadtmarketing (von links) freuen sich auf viele gemütliche Stunden auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Stadt Krefeld
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Die Stadt Krefeld geht mit ihrem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr neue Wege. Das auf Regionalität und Nachhaltigkeit ausgelegte Konzept „Made in Krefeld“ wird deutlich größer umgesetzt, mit mehr gastronomischer Vielfalt und rund 60 Anbietern aus Kunst und Handwerk. Zu beiden Seiten der Dionysiuskirche werden seit Donnerstag etwa 30 weiße Weihnachtshütten aufgebaut, die teils im wöchentlichen Wechsel von Anbietern aus der Region bespielt werden sollen. Das komplette Areal wird mit Holzhackschnitzeln ausgelegt, in den Bäumen sorgen farbig leuchtende Ringe für Atmosphäre. Auch die Kirche wird weihnachtlich angestrahlt. „Auf dem Dionysiusplatz soll eine Art Stadtidyll entstehen, ein Naturgarten mitten in der Innenstadt. Dafür sorgen auch mehr als 50 Pflanzkübel mit unterschiedlichen Bäumen und Sträuchern“, sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am Donnerstag, 18. November.

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Im Jahr 2017 hatte das Stadtmarketing mit „Made in Krefeld“ eine eigene kleine Hüttensiedlung auf dem bestehenden Weihnachtsmarkt etabliert. Das Konzept kam so gut an, dass nun nach einem Jahr Corona-Zwangspause eine Ausweitung auf die gesamte Fläche erfolgt. Die Regeln für Aussteller und Gastronomen bleiben jedoch dieselben: Regionale, nachhaltige und künstlerisch-kreative Produkte stehen im Vordergrund. „Sie werden auf dem ganzen Markt kein Plastik finden. Die Produkte sind meist selbst hergestellt und aus natürlichem Material wie Filz, Stein, Holz, Glas oder Papier. Wir konnten auch viele Krefelder Kreative gewinnen, die kein eigenes Geschäft haben oder sonst eher im Verborgenen arbeiten“, betont Claire Neidhardt.

Zu den neuen Ausstellern auf dem Markt gehört Manuela Salewski, die seit 25 Jahren mit Schafswolle arbeitet und Gegenstände aus Filz produziert, zum Beispiel Hüte, Taschen oder Schalen. Sie teilt sich die Hütte mit ihrem Partner Achim Dietz, der als Autor Geschichten aus dem Ruhrpott veröffentlicht und Lichtobjekte kreiert. Dass Aussteller sich auf diese Weise zusammentun, ist im Konzept ausdrücklich vorgesehen, ebenso wie eine wöchentlich wechselnde Anmietung der Hütten. Neben den großen Holzgebäuden gibt es auch kleinere Versionen, in denen Kinder spielen können. Zudem werden zwei Tipi-Zelte an der Dionysiuskirche aufgebaut. Stehtische und Bänke aus Baumstämmen laden die Besucher zum Verweilen ein. Es gibt zwar keine Bühne, aber einzelne Musiker, die sich donnerstags und sonntags über den Platz bewegen und kleine Sets spielen.

Damit neben Herz und Seele auch der Magen nicht zu kurz kommt, wird das gastronomische Angebot deutlich erweitert. Zu den Neuzugängen zählt Isabell Schnabel vom Café „Geschwisterherzen“, das sie im Januar gemeinsam mit ihrem Bruder am Karlsplatz eröffnet hat. „Wir bereiten alles frisch und regional zu und kaufen unsere Zutaten häufig auf dem Markt am Westwall. Für uns ist es ein toller Jahresabschluss, hier beim Krefelder Weihnachtsmarkt vertreten zu sein“, sagt die junge Gastronomin. Sie will die beliebtesten Speisen aus ihrem Café auch an der Dio-Kirche anbieten, zum Beispiel veganes Bananenbrot oder Spinatknödel mit Parmesan. An den anderen Hütten gehören auch Eintöpfe, Flammkuchen und klassische Pommes zum Angebot. Gegen den Durst helfen neben Glühwein und heißer Schokolade auch wieder warme Drinks mit Krefelder Gin.

Der Weihnachtsmarkt „Made in Krefeld“ wird am 18. November um 17 Uhr offiziell eröffnet und läuft bis zum 23. Dezember. Die Öffnungszeiten sind sonntags bis mittwochs von 12 bis 20 Uhr, donnerstags von 12 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr. Zu den gleichen Zeiten ist der „Hüttenzauber“ der Familie Thommessen auf dem Platz an der Alten Kirchen mit vielen kulinarischen Angeboten, Kinderkarussell und Krippe geöffnet. Für Samstag, 4. Dezember, ist außerdem der ehrenamtlich organisierte „Besondere Weihnachtsmarkt“ auf dem Rathausplatz geplant. Bei allen drei Veranstaltungen gilt die 3G-Regel. Besucher müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Dies wird nicht an den Zugängen kontrolliert, sondern lediglich stichprobenartig geprüft.

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